Veh: „Der FC war für mich immer positiv besetzt“

Seit einigen Wochen ist Armin Veh inzwischen Geschäftsführer beim Tabellenletzten 1. FC Köln. In einem Interview sprach der Verantwortliche nun unter anderem über seine Entscheidung pro FC und den Abstiegskampf.

Gerade einmal drei Punkte hatten die Domstädter zum Zeitpunkt von Vehs Amtsantritt auf dem Konto. Folglich stellte sich die Frage, warum der 56-Jährige überhaupt in Köln unterschrieben hat. Eine Antwort liefert Veh auf der vereinseigenen Homepage. Er sehe die Aufgabe beim FC nicht kurzfristig, sondern langfristig. Und er sei davon überzeugt, „dass wir wieder erfolgreich sein werden. Diese Aufgabe reizt mich einfach. Ich hätte wieder als Trainer arbeiten können, aber ich wollte nicht. Mit dem Trainerjob habe ich abgeschlossen, das habe ich 27 Jahre lang gemacht.“

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Die Arbeit als Geschäftsführer bringe ihm Leidenschaft. „Weil es etwas Neues ist. Ein Neuanfang. Meine Aufgabe ist nicht mehr das Tagesgeschäft, sondern die langfristige Planung“, erklärte Veh. Schon zu seiner Zeit als aktiver Fußballprofi sei der FC bei Veh „hoch angesehen“ gewesen. „Weil er sehr erfolgreich war und große Spieler hervorgebracht hat: Wolfgang Overath, Toni Schumacher, später Pierre Littbarski oder Icke Häßler. Der 1. FC Köln war für mich immer positiv besetzt. Weil er ein echter Traditionsklub ist“, führte der 56-Jährige aus.

Geschäftsführer schaut positiv in die Zukunft

Für seine Entscheidung für die Domstädter seien die handelnden Personen sehr wichtig gewesen. „Die habe ich kennengelernt – und Alex Wehrle kenne ich ja schon ein paar Jahre. […] Er ist wichtig für mich. Ich wusste, dass er ein verlässlicher, intelligenter Mensch ist und einen Verein führen kann. Ich habe mich für den 1. FC Köln entschieden, weil mir der Klub sympathisch ist und weil ich glaube, dass man hier erfolgreich arbeiten kann.“

Die sportliche Lage der Kölner ist weiterhin angespannt, nach drei Siegen in Folge allerdings deutlich verbessert. „Um uns noch eine kleine Chance offenzuhalten, war es wichtig, dass wir gepunktet haben. Sonst wären wir ganz weit weg gewesen. Nur: Es ist wichtig, dass wir demütig bleiben und nicht zu spinnen anfangen“, betonte der Geschäftsführer. „Dazu gibt es keinen Grund. Wir sind immer noch Tabellenletzter. Wir haben immer noch drei Punkte Rückstand auf den Vorletzten, vier auf den Relegationsplatz und acht auf einen Nichtabstiegsplatz.“

Das Gefühl, dass der Druck zurückkommt, habe Veh nicht. Vielmehr glaube der Verantwortliche, „dass die Mannschaft absolut intakt ist“. „Das beste Zeichen ist für mich: Wenn ich mit den Spielern rede, dann merke ich, dass sie alle trotz der unterirdischen sechs Punkte nach der Hinrunde noch an den Klassenerhalt glauben. Fußball ist ja viel Psychologie. Und was ich auch merke: Die Spieler gehen anständig miteinander um. Das ist für mich wichtig“, sagte er.