Watzke: „Aubameyang bekommst du nicht mehr verkauft“

Borussia Dortmund gewann am Freitagabend mit 3:2 (1:0) beim 1. FC Köln. Vor der Partie sprach Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke unter anderem über Pierre-Emerick Aubameyang und die Finanzen der Westfalen.

63,75 Millionen Euro ließ sich der FC Arsenal den Gabuner kosten. Watzke ist sich sicher, dass es für die Londoner nicht leicht wird, ähnlich viel zu erhalten, falls ein Wiederverkauf im Raum steht: „Er wird in diesem Jahr 29. In dem Moment, in dem man jetzt Pierre-Emerick verpflichtet, weiß man, dass man ihn nicht mehr verkauft bekommen wird. Maximal, wenn er selbst Bock hat, oder wenn er nach China will. Aber bei dem, was er nun bei Arsenal London verdient, muss er ja nicht mehr nach China.“ Es sei ein Unterschied, „ob du einen 24-Jährigen oder einen 29-Jährigen verpflichtest. Das ist der Grund, weshalb die Ablösesumme nicht höher war. Und abgesehen davon: Wir haben auch nie ein höheres Angebot erhalten.“

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Als Ersatz für Aubameyang verpflichtete Schwarz-Gelb Michy Batshuayi für ein halbes Jahr vom FC Chelsea. Watzke betonte, dass der Belgier „ein klassischer Neuner“, sei, den Dortmund brauchte. „Wir haben zwei in der Verlosung gehabt – Olivier Giroud und Batshuayi. Jetzt hat sich das mit Batshuayi ergeben. Er hat diesen Torinstinkt. Er hat eine tolle Torquote. Bei Chelsea hat er viel Konkurrenz gehabt, also war es nicht einfach, sich dort durchzusetzen“, erklärte der Geschäftsführer.

Geschäftsführer sieht keine Wachablösung

Die aktuelle Saison verläuft für den BVB nicht optimal. Zwar ist Dortmund mitten drin im Rennen um die Champions League, die Konkurrenz jedoch hat aufgeschlossen. Für Watzke kein Grund, in Panik zu geraten: „Fakt ist: Wir waren im vergangenen Jahr Dritter und DFB-Pokalsieger. Nehmen Sie die Erfolge von Borussia Dortmund in diesem Jahr – und dann stellen Sie mal alle anderen deutschen Klubs nach Bayern dagegen. Du wirst nicht Zweiter im deutschen Fußball durch eine Tabelle am 21. Spieltag. Das musst du dir über fünf oder zehn Jahre erarbeiten. Da müssen alle anderen noch eine Menge beisteuern, um irgendwann mal von einer Wachablösung zu sprechen.“

In den vergangenen anderthalb Jahren erzielte die Borussia rund 350 Millionen Euro Transfereinnahmen. Für das Umfeld Grund genug, einen großen Einkauf zu fordern. „Die Leute vergessen immer, dass man auch Steuern bezahlen muss, wenn man ordentlich wirtschaftet. Wir haben gesagt, wir machen solide Sachen und keine Schulden“, betonte Watzke. „Die ganz, ganz großen Vereine wie Real Madrid und Bayern München stürzen sich auf unsere Spieler. Wir sind nicht unendlich weit weg – wir haben jetzt eine Woche lang auf Augenhöhe mit dem FC Arsenal verhandelt. Fakt ist: Wir wollen in die Champions League, und abgerechnet wird am Schluss.“