Weigl: Als er zurückkam, war vieles anders

Borussia Dortmund hat ein Problem: In der Offensive läuft es nicht rund, das Auftreten des BVB ist zu unattraktiv. Ein Faktor für die schwachen Leistungen ist das Formtief von Julian Weigl.

Mittelfeldregisseur, deutscher Andrés Iniesta oder ganz simpel: Passmaschine. Weigl erarbeitete sich nach seinem Wechsel von 1860 München zum BVB im Sommer 2015 mehrere Superlativen. Unter Ex-Trainer Thomas Tuchel war der 22-Jährige aus der Startelf der Dortmunder nicht wegzudenken und galt als das Gehirn im schwarz-gelben Offensivspiel. Im Mai 2017 folgte der Schock: Gegen Augsburg zog sich der Youngster einen Sprunggelenksbruch zu. In einer bis dato beinahe perfekt verlaufenden Karriere der erste herbe Rückschlag. Über drei Monate fehlte Weigl dem BVB.

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Und als er zurückkam, war vieles anders. An der Seitenlinie stand nun nicht mehr Förderer Tuchel, sondern Peter Bosz. Das Spielsystem der Westfalen hatte sich geändert, das Mittelfeld war anders strukturiert. Faktoren, die beim 22-Jährigen zu einem Leistungseinbruch führten. Obwohl Dortmund furios in die Saison startete, kam der Mittelfeldmann nicht mehr an sein Top-Niveau heran. Kurz nach einer derart schweren Verletzung kein Wunder, allerdings gewinnen die Darbietungen seither nicht wirklich an Qualität.

Mittelfeldmann mit durchwachsenen Leistungen

Inzwischen ist der Sprunggelenksbruch beinahe ein Jahr, das Comeback immerhin deutlich über ein halbes Jahr her. Unter dem aktuellen Coach Peter Stöger allerdings entwickelt sich Weigl zum Problemfall. Zwar zählt er zu den Mittelfeldspielern, die mit am meisten spielen, seine Auftritte allerdings sind verbesserungswürdig. So hat der 22-Jährige seit dem 19. Spieltag im Benotungssystem des Kicker durchgehend lediglich eine 4,0 vorzuweisen. Stögers System fördert die Passstärke des Regisseurs nicht so, wie es das von Tuchel tat. Und so bleibt Weigls größter Vorzug unter dem Radar.