Werder gibt sich gegen Würzburg keine Blöße

Mit einer souveränen Vorstellung ist der SV Werder Bremen in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim 3:0 (0:0)-Sieg gegen die Würzburger Kickers gaben sich die Norddeutschen keine Blöße. 

In der Anfangsphase entwickelte sich das im Vorfeld erwartete Spiel. Die Werderaner hatten mehr Ballbesitz, ließen aber in der Vorwärtsbewegung Tempo und Spielwitz vermissen. Die Würzburger hingegen zogen sich in die eigene Hälfte zurück und beschränkten sich auf gelegentliche Konter. Durch Ludwig Augustinsson kam der Bundesligist erstmals zum Abschluss (7.). Der Schwede schoss halblinks im Strafraum am kurzen Pfosten vorbei.

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Neuverpflichtung Augustinsson erwies sich auch in der Folge als einziger echter Aktivposten im Bremer Spiel. Seine Flanke in der 27. Minute verlängerte Jérôme Gondorf im Strafraum auf Theodor Gebre Selassie, der per Seitfallzieher Wolfgang Hesl im Kickers-Tor zu einer Parade zwang. Auch bei der größten Chance der ersten Hälfte war Augustinsson der Ausgangspunkt. Es war erneut Gebre Selassie, der die Hereingabe aus kurzer Distanz nicht verwerten konnte (38.). Erst kurz vor der Pause wurden die Würzburger mutiger und kamen das erste Mal gefährlich vor das Tor von Jiri Pavlenka. Die Bremer Hintermannschaft konnte den Ball im Strafraum nicht entscheidend klären, woraufhin Emanuel Taffertshofer mit seinem Schuss am Pfosten scheitert (45.+1).

Kruse und Eggestein sorgen für die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aktiver und in ihren Offensivaktionen zielstrebiger. In der Folge einer Ecke von Florian Kainz scheiterte Gebre Selassie zum dritten Mal an Hesl, der auf der Linie parieren konnte. Wenig später war es Miloš Veljković, der schließlich für die verdiente Bremer Führung sorgte (51.). Seine missglückte Hereingabe von der linken Seite senkte sich über den überraschten Hesl hinweg ins Tor. Werder ließ daraufhin nicht nach und blieb bei Eckstößen gefährlich. Lamine Sanés Kopfball verfehlte das Würzburger Tor nur knapp (59.). Die Kickers kamen dagegen über Chancenansätze, die Pavlenka vor keine Probleme stellten, nicht hinaus (57., 59.).

Die Vorentscheidung fiel abermals über den starken linken Flügel der Norddeutschen. Augustinsson eroberte den Ball und spielte auf den sehr agilen Kainz. Der Österreicher fand im Strafraum seinen Sturmkollegen Max Kruse, der per Kopf die Führung ausbaute (74.). Keine drei Minuten dauerte es, da durften die Bremer erneut jubeln. Hesl zwang mit seinem Pass Ioannis Nikolaou in einen aussichtslosen Zweikampf, Nutznießer Maximilian Eggestein umkurvte den Keeper und schob den Ball ein (77.). Der 20-Jährige wäre kurz vor Schluss fast zum Doppeltorschützen geworden, Gebre Selassie hatte sich zuvor bis zur Grundlinie durchgesetzt und zurückgespielt (88.). Kurz darauf wurde die einseitige Partie von Schiedsrichter Sascha Stegemann pünktlich abgepfiffen.

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