Werders neuer Mittelfeldchef Delaney

Der SV Werder Bremen hat sich in den vergangenen Wochen aus einer prekären tabellarischen Situation befreit und grüßt derzeit von einem Nichtabstiegsplatz. Großen Anteil an dieser positiven Entwicklung hat Mittelfeldspieler Thomas Delaney. Der Däne hat sich seit seinem Wechsel an die Weser zur Schaltzentrale entwickelt.

Kurz vor Ende der Winter-Transferperiode der Saison 2016/17 war Delaney für gerade einmal zwei Millionen Euro vom FC Kopenhagen zu Werder gewechselt. Damals waren die Bremer in einer vergleichbaren Situation wie zum jetzigen Zeitpunkt. Zwei Punkte trennten die Grün-Weißen damals vom Relegationsrang. In der Rückrunde erlebten die Norddeutschen anschließend aber einen Aufschwung und buhlten am Ende der Spielzeit sogar noch um das internationale Geschäft. Delaney leistete seinen Part. Vier Tore und eine Vorlage steuerte der 26-Jährige in der zweiten Saisonhälfte bei. Dabei gelang ihm ein Dreierpack im Auswärtsspiel am 26. Spieltag beim SC Freiburg (5:2).

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Auch in der laufenden Saison gingen die Bremer durch ein langwieriges Formtief. Unter Ex-Coach Alexander Nouri geriet Werder in große Abstiegsnöte. Nach der Amtsübernahme durch Florian Kohfeldt rappelten sich die Bremer aber auf, setzten wieder auf die Offensive und verbesserten ihre Ergebnisse. Delaney ist dabei ein ganz entscheidender Faktor in Kohfeldts Konzept. Der dänische Nationalspieler war zum Ende der Hinrunde der laufstärkste Spieler der Bundesliga. Nach dem 22. Spieltag liegt er in dieser Statistik noch auf Platz vier. Mannschaftsintern ist Delaney immer noch die Nummer eins. Abgesehen von Theodor Gebre Selassie und Ludwig Augustinsson hatte der Mittelfeldakteur die meiste Einsatzzeit aller Bremer Feldspieler in dieser Spielzeit.

Der Däne ist bereits Kapitän in spe

Gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Wochenende kam Delaney erst in der 57. Minute von der Bank. Kapitän Zlatko Junuzović hatte ihn in der Startformation ersetzt. Generell hat der Däne dem Österreicher aber bereits den Rang als Chef im Mittelfeld abgelaufen. Auch die Kapitänsbinde trug er schon des Öfteren, zum ersten Mal in der ersten Runde des DFB-Pokals im August bei den Würzburger Kickers (3:0). Der Mittelfeldspieler mit US-amerikanischen Wurzeln fungiert als Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive. In 25 Pflichtspielen der laufenden Spielzeit erzielte er ein Tor und bereitete vier weitere vor.

Auf Delaney wird es auch im weiteren Verlauf der Saison ankommen, wollen die Bremer ihren aktuellen Aufwärtstrend fortsetzen und sich weiter von den Abstiegsrängen distanzieren. Er kann das Spiel der Grün-Weißen strukturieren und ordnen. Mit seinen Mittelfeldkollegen Maximilian Eggestein und Philipp Bargfrede harmoniert Delaney ausgezeichnet. Die drei Akteure ergänzen sich in ihren Aufgabenbereichen momentan sehr gut und sorgen regelmäßig für eine Bremer Dominanz in der Zentrale. Ein Delaney in der Verfassung der vergangenen Wochen würde die Wahrscheinlichkeit eines Klassenerhalts für den Tabellen-15. enorm steigern.