Wieder Stimmung: 96-Fans beschließen Boykott-Pause

Nachdem 96-Präsident Martin Kind seinen Übernahmeantrag vorerst zurückgezogen hat, hat die aktive Fanszene Hannovers beschlossen, den seit Saisonbeginn andauernden Stimmungsboykott auszusetzen. Zumindest bis Ende Februar soll die Mannschaft wieder angefeuert werden.

Am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg bricht der harte Kern der 96-Anhänger erstmals in dieser Saison sein Schweigen aus Protest. Das wurde laut übereinstimmenden Medienberichten am Dienstag bei einer Versammlung der aktiven Fanszene im hannoverschen Szenelokal Chéz Heinz beschlossen. Mit knapper Mehrheit stimmten die rund 500 anwesenden Fans dafür, den Boykott zumindest vorübergehend aufzuheben. Die Pause gilt für drei Spiele, Ende Februar soll erneut abgestimmt werden. Seit August verweigert ein Teil der 96-Anhänger der Mannschaft die Unterstützung, nachdem Kind vom Aufsichtsrat grünes Licht bekommen hatte, die Mehrheitsanteile an der ausgegliederten Hannover 96 GmbH zu übernehmen.

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Die Boykott-Pause ist allerdings an mehrere Bedingungen an Hannover 96 geknüpft, die bis Ende Februar erfüllt werden sollen. Zunächst sollen die 119 abgelehnten Mitgliedsanträge, die für Empörung in der Fanszene sorgten, rückwirkend akzeptiert werden. Außerdem soll die geplante Podiumsdiskussion zwischen 96-Verantwortlichen und Fans am 26.02. fair ablaufen. Anwesend bei der vonseiten des Vereins zugesicherten Debatte wird auch Sportdirektor Horst Heldt sein, der am Dienstag forderte: „Wir müs­sen die Fans mit­neh­men. Wir müs­sen zu­hö­ren, was ihnen wich­tig ist. Es ist ein gro­ßes An­lie­gen, in den Dia­log zu tre­ten und uns um ihre Sor­gen, Nöte und Ängs­te zu küm­mern.“