Wolfsburg kassiert bittere 0:1-Pleite gegen Schalke

Der VfL Wolfsburg verliert höchst unglücklich mit 0:1 (0:0) gegen den FC Schalke 04. Paul Verhaegh verschießt einen Elfmeter und ein spätes Eigentor von Robin Knoche besiegelt die bittere Pleite der „Wölfe“.

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia veränderte seine Startelf nach der 0:3-Niederlage bei der TSG 1899 Hoffenheim auf vier Positionen. William, Rückkehrer Maximilian Arnold, Josip Brekalo und Landry Dimata rückten für Elvis Rexhbecaj (nicht im Kader), Admir Mehmedi (Mittelfußverletzung), Yunus Malli und den formschwachen Divock Origi (jeweils Bank) ins Team. Schalke-Coach Domenico Tedesco brachte im Vergleich zum müden 1:0 in Mainz gleich fünf Neue. Benjamin Stambouli, Bastian Oczipka, Max Meyer, Leon Goretzka und Amine Harit durften starten, dafür blieben Thilo Kehrer (Beule am Auge), Weston McMcKennie (Verdacht auf Zerrung), Alessandro Schöpf, Franco di Santo und Marko Pjaca (jeweils Bank) draußen.

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Der VfL begann mutig und verlagerte das Spielgeschehen bereits früh in die Hälfte der Gäste, die zunächst abwartend agierten. Nach Zusammenspiel mit Brekalo kam Arnold aus der zweiten Reihe zum Schuss, verzog aber (10.). Ansonsten war die Begegnung in der Anfangsphase nichts für Fußball-Feinschmecker. Beide Mannschaften entwickelten kaum Durchschlagskraft, Großchancen blieben Mangelware. Die erste gute Möglichkeit hatten die „Wölfe“. Daniel Didavi kam nach einem Eckstoß frei zum Kopfball, verfehlte das Tor aber knapp (24.).

Die Hausherren wirkten in der Offensive bemühter und versuchten es immer wieder über Flankenbälle. Die meisten davon verpufften allerdings, besonders Naldo bereinigte einige Situationen. Erst kurz vor der Pause gelang auch den Königsblauen mal eine gefährliche Aktion. Goretzka steckte stark auf Guido Burgstaller durch, der das Auge für den mitgelaufenen Matija Nastasić hatte. Der Innenverteidiger zog aus kurzer Distanz ab, scheiterte aber am glänzend reagierenden Koen Casteels (41.)

Fährmann pariert Elfmeter von Verhaegh – Knoche mit Eigentor

Ohne personelle Änderungen ging es in den zweiten Durchgang. Beide Mannschaften konzentrierten sich weiter vornehmlich auf die Defensive – die Begegnung plätscherte wie in den ersten 45 Minuten vor sich hin. Arnold profitierte nach einer Flanke von Didavi von einem Stellungsfehler von Ralf Fährmann, köpfte allerdings über das Tor (56.). Schalke-Coach Tedesco reagierte auf die biedere Vorstellung seiner Schützlinge und wechselte zweimal. Zunächst kam Breel Embolo für den glücklosen Harit (60.), kurz darauf feierte Pablo Insúa nach langer Pause wegen einer Herzbeutel-Entzündung sein Bundesliga-Debüt. Der Innenverteidiger kam für Stambouli, der über Probleme am linken Oberschenkel klagte.

Und S04 wurde aktiver: Joker Embolo tauchte frei vor Casteels auf, scheiterte aus spitzem Winkel aber am Belgier (65.). Der Schalker Rekordtransfer kam kurz darauf erneut zum Abschluss, verzog aus knapp 17 Metern aber (69.). Doch die Drangphase hielt nicht lange an. Didavi köpfte zunächst in die Arme von Fährmann (72.), kurz darauf erwischte Nastasić Riechedly Bazoer im Strafraum am Fuß – Schiedsrichter Benjamin Cortus entschied auf Elfmeter für den VfL. Vize-Kapitän Paul Verhaegh trat an, scheiterte allerdings an Schalke-Schlussmann Fährmann (77.).

Noch dicker kam es für die Labbadia-Elf fünf Minuten vor Schluss. Embolo wurde von Didavi im Strafraum nur unzureichend gestört, die Hereingabe des Schweizers fälschte Knoche zum 0:1 ins eigene Tor ab (85.). Kurz davor hätte Insúa für eine rüde Grätsche gegen Arnold zudem die Rote Karte sehen müssen, bekam aber nur Gelb (84.). Der VfL bäumte sich noch ein letztes Mal auf, Dimata jagte den Ball aus guter Distanz aber knapp über das Tor (90.+1). Wolfsburg bleibt nach der bitteren Niederlage weiterhin Tabellenfünfzehnter – punktgleich mit Verfolger Mainz. Schalke feiert den fünften Sieg in Serie – zuletzt dreimal mit 1:0 – und verteidigt Platz zwei.