Zentner: „War auf jeden Fall mehr drin“

Gegen den FC Bayern München kann man mal verlieren, da waren sich beim 1. FSV Mainz 05 am Samstagabend alle einig. Trainer und Spieler versuchten, nach dem 0:2 die positiven Aspekte zu betonen.

„18 Torabschlüsse lassen gegenüber dem Auftritt in Leverkusen eine klare Entwicklung erkennen“, hob Sandro Schwarz nach Abpfiff hervor. Weiter zitiert die Vereinshomepage den Mainzer Trainer: „Wir stellen die gute Leistung in den Vordergrund, denn gegen so einen Gegner muss man alles perfekt machen. Unter dem Strich sind wir zufrieden mit dem Auftritt, dennoch ist der Frust groß, dass wir nichts mitnehmen.“

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So verkraftbar die Niederlage gegen den Tabellenführer schließlich ist, so groß sind ihre Auswirkungen in der Tabelle. Durch den zeitgleichen Sieg von Werder Bremen auf Schalke rutschten die Rheinhessen schließlich auf den Relegationsrang. Läuft es für Mainz richtig schlecht und Hamburg siegt am Sonntag gegen Hannover, schmilzt der Vorsprung auf Platz 17 auf einen Zähler. Die Schwarz-Elf steckt immer tiefer drin im Abstiegskampf.

Bayern wie Paris Saint-Germain

„Es fühlt sich sehr schlecht an, mit null Punkten rauszugehen. Heute war auf jeden Fall mehr drin“, ärgerte sich entsprechend Robin Zentner über die vergebene Chance auf Punkte. Zweimal hatte der Keeper hinter sich greifen müssen, Franck Ribéry und James Rodríguez bezwangen den 23-Jährigen. Dennoch gab es ein Lob an die Vorderleute. „Alle haben gesehen, dass wir größtenteils sehr gut gespielt haben, sowohl defensiv als auch offensiv“, sagte Zentner. „Dass die Bayern sich ein paar Chancen erspielen, bleibt keiner Mannschaft erspart.“

Es sei „kein schönes Gefühl“, betonte derweil Abdou Diallo und sprach über den Sonderstatus der Bayern in der Liga: „In Frankreich ist es ähnlich mit Paris Saint-Germain. Dort erwartet auch niemand, etwas zu holen“, sagte der Verteidiger. „Trotzdem sind wir ans Limit gegangen und haben alles gegeben. Wenn wir ein Tor machen, wird es noch mal spannend.“