2:3 in Zürich: Nächster Rückschlag für Leverkusen

Foto: Fabrice Coffrini/AFP/Getty Images

Bayer 04 Leverkusen ist auch in der Europa League vom Kurs abgekommen und hat seinen Trainer Heiko Herrlich weiter in die Schusslinie gebracht. Die in der Bundesliga schwächelnde „Werkself“ verlor das Spitzenspiel der Gruppe A trotz zweier Geniestreiche von Karim Bellarabi beim FC Zürich mit 2:3 (0:1) und muss nun um den Gruppensieg bangen.

Herrlich hatte im Vergleich zum 2:2 gegen Hannover 96 am vergangenen Wochenende seine Startelf gleich auf fünf Positionen verändert. Für den angeschlagenen Nationalspieler Jonathan Tah sowie Mitchell Weiser, Kevin Volland, Julian Brandt und Lucas Alario rückten Tin Jedvaj, Aleksandar Dragović, Bellarabi, Leon Bailey und Isaac Kiese Thelin in die Startelf.

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Vor 12.427 Zuschauern im Letzigrund, darunter 1.700 aus Leverkusen, agierte Bayer von Beginn an verunsichert und konnte bei seinem 25. Auftritt in der Europa League nur phasenweise mithalten. Die Gäste waren in der Offensive viel zu überhastet und blieben dadurch harmlos. Die vom früheren Bundesliga-Profi Ludovic Magnin trainierten Schweizer bauten auf eine starke Defensive und gelegentliche Konter, bei denen sie allerdings stets gefährlich waren. Stephen Odey (27., 36.), der am starken Lukáš Hrádecký scheiterte, und Benjamin Kololli (31.) vergaben zunächst beste Möglichkeiten für die Hausherren. Kurz vor der Pause gelang dann Antonio Marchesano nach starker Vorarbeit von Kevin Rüegg die verdiente Führung für Zürich (44.).

Vermeintlicher Ausgleich in der Nachspielzeit

Auf der anderen Seite konnte der neu ins Team gekommene Thelin als einzige Leverkusener Spitze keine Gefahr ausstrahlen. Der schwedische Nationalspieler wirkte wie ein Fremdkörper. Auch Jungstar Kai Havertz und Bellarabi blieben zunächst blass. Mit den Einwechslungen von Weiser und Volland kam kurz neuer Schwung ins Bayer-Spiel. Zwei Traumtore von Bellarabi (49., 53.), die beide von Havertz eingeleitet wurden, drehten die Partie. Zürich schüttelte sich aber nur kurz durch und gab nach dem Treffer von Toni Domgjoni (59.) nach knapp einer Stunde wieder den Ton an. Odey besiegelte dann die Niederlage der Gäste (78.). Kurz darauf musste Bailey angeschlagen vom Feld (79.). Der vermeintliche Ausgleich durch Sven Bender in der Nachspielzeit wurde wegen eines angeblichen Foulspiels nicht gegeben (90.+4).