3:0! Bayern lassen Stuttgart keine Chance

Foto: Thomas Kienzle/AFP/Getty Images

Der FC Bayern München besiegte den VfB Stuttgart am Samstagabend auswärts standesgemäß mit 3:0 (1:0). Damit schwang sich der Rekordmeister bereits am zweiten Spieltag wieder zum Tabellenführer auf.

VfB-Coach Tayfun Korkut veränderte seine Startelf gegenüber dem 0:1 in Mainz auf drei Positionen: Timo Baumgartl, Dennis Aogo und Anastasios Donis ersetzten Holger Badstuber, Erik Thommy und Nicólas González. Bayern-Trainer Niko Kovač schickte nach dem 3:1 gegen die TSG 1899 Hoffenheim Leon Goretzka und Arjen Robben für Javi Martínez und den verletzten Kingsley Coman (Syndesmosebandriss) ins Rennen.

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Sommer-Neuzugang Goretzka avancierte mit einem Treffer und einer Vorlage zum Matchwinner. Nach seinem Führungstor (37.) legte der frühere Schalker Bayern-Torjäger Robert Lewandowski dessen sechsten Pflichtspieltreffer der Saison auf (62.). Lewandowski wiederum bereitete Thomas Müllers 3:0 (76.) per Hacke vor. David Alaba traf zudem per sehenswertem Freistoß den Pfosten (49.). Beim VfB, der erstmals unter Coach Korkut ein Bundesliga-Heimspiel verlor, dürfte nach der dritten Niederlage in Folge nun Krisengerede aufkommen.

Goretzka-Treffer als Dosenöffner

Die Bayern spielten vor 58.680 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena von Beginn an dominant. Doch weder Thiago von der Sechserposition, noch Jérôme Boateng mit seinen langen, spielverlagernden Pässen konnten zunächst Gefahr heraufbeschwören. Bis in den Strafraum kam die Gäste-Elf nur selten. Stuttgart verlegte sich komplett auf schnelle Gegenstöße. Das sorgte anfangs für manch brenzlige Situation aus Sicht des Rekordmeisters, echte Chancen sprangen aber nicht heraus.

Der spielerischen Überlegenheit der Bayern begegneten die Schwaben mit Aggressivität, Kovač beschwerte sich deshalb ein ums andere Mal beim vierten Offiziellen. Besonders laut wurde er, als Pablo Maffeo den Fuß von Franck Ribéry traf. Der Franzose konnte nach kurzer Behandlung weiterspielen. Die erste Münchner Torannäherung besorgte Goretzka per Kopf (23.). Bei seinem Führungstreffer, einem Schlenzer aus 16 Metern, assistierte ihm Müller. Bundestrainer Joachim Löw, der bei seinem Neuaufbau in der Nationalmannschaft auch auf den jungen Mittelfeldspieler setzt, nahm es auf der Tribüne ungerührt zur Kenntnis.

Lewandowski sorgt für die Vorentscheidung

Erneut Goretzka (40.), der als Achter mit Läufen in die Tiefe oft für Gefahr sorgte, Mats Hummels (41.) und Müller (43.) vergaben vor der Pause das 2:0. Nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts an der Überlegenheit des Rekordmeisters. Die Bayern mussten gegen einen biederen VfB gar nicht an ihre Leistungsgrenze, profitierten stattdessen davon, dass Stuttgart nach dem Rückstand offener agierte. Nach Alabas Pfostenschuss ergaben sich weitere Möglichkeiten, ohne dass sich die Hausherren dem Gäste-Tor annäherten. Lewandowski sorgte nach Goretzkas Zuspiel von der Strafraumgrenze für die Vorentscheidung. Müller setzte eine Viertelstunde vor Schluss den Deckel auf eine einseitige Partie.