3:1! Leipzig lässt Trondheim keine Chance

Foto: Ole Martin Wold/AFP/Getty Images

RB Leipzig konnte den Schwung aus der Bundesliga auf die Europa League übertragen und feierte im zweiten Spiel den ersten Sieg. Die „Roten Bullen“ schlugen Rosenborg Trondheim auswärts mit 3:1 (1:0).

Rosenborgs Trainer Rini Coolen nahm nach dem 0:1 bei FK Molde zwei Änderungen an seiner Startelf vor: Đorđe Denić und Jonathan Levi ersetzten Marius Lundemo und Issam Jebali (beide Bank). RB-Coach Ralf Rangnick rotierte nach dem 2:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim in gewohnter Manier ordentlich durch: Yvon Mvogo, Nordi Mukiele, Willi Orban, Marcel Halstenberg, Bruma, Jean-Kévin Augustin und Matheus Cunha begannen. Péter Gulácsi (nicht im Kader) und Kevin Kampl (Erkältung) waren nicht mitgereist. Dayot Upamecano, Marcelo Saracchi, Marcel Sabitzer, Yussuf Poulsen sowie Timo Werner saßen auf der Bank.

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Die Hausherren erwischten den besseren Start und verbuchten früh die erste Gelegenheit: Nach einem Leipziger Ballverlust im Mittelfeld flankte Levi von der rechten Seite herein, Yann-Erik de Lanlay konnte den Ball nicht vernünftig drücken und köpfte über das Tor (2.). RB übernahm in der Folge aber rasch die Kontrolle über das Spiel und ging mit der ersten Chance in Führung. Diego Demme fand mit einem Diagonalball Augustin, der Alex Gersbach aussteigen ließ und aus 16 Metern ins lange Eck vollendete (12.). Kurz darauf bediente Konrad Laimer Bruma, dessen Schuss aus halbrechter Position noch zur Ecke abgefälscht wurde (16.). Vier Minuten später scheiterte Bruma aus 18 Metern an Trondheims Keeper André Hansen (20.).

Konaté und Cunha erhöhen nach der Pause

Die Sachsen hatten die Partie nach der Führung im Griff, Rosenborg wagte nur noch wenige Ausflüge über die Mittellinie. Nach einer knappen halben Stunde brachte Demme eine Ecke flach in den Strafraum, Cunhas Abschluss wurde noch geblockt (29.). RB spielte gefälligen Offensivfußball, musste sich aber vorwerfen lassen, zu fahrlässig mit den Chancen umzugehen: Augustin zielte nach Vorarbeit von Laimer und Cunha erst zu hoch (38.), wenig später parierte Hansen einen Versuch des Franzosen (41.). Kurz vor der Halbzeit scheiterten auch Halstenberg und Laimer innerhalb weniger Sekunden nacheinander am Schlussmann (43.). Rangnick konnte mit dem Auftritt seines Teams zufrieden sein, das 1:0 spiegelte die Kräfteverhältnisse nicht adäquat wider.

Die Leipziger setzten ihre Dominanz nach dem Seitenwechsel fort, es bedurfte allerdings einer Standardsituation zum 2:0: Nach einem Eckball von der linken Seite legte Orban unfreiwillig für seinen Abwehrkollegen Ibrahima Konaté auf, der das Spielgerät aus kurzer Distanz unter den Querbalken nagelte (54.). Nach dem 0:2 brach Trondheim auch defensiv ein, Cunhas Flachschuss touchierte noch den rechten Pfosten (59.). Der Brasilianer musste aber nicht mehr allzu lange auf sein Tor warten: Von Bruma in Szene gesetzt, überwand Cunha Torhüter Hansen aus zehn Metern mit einem satten Schuss ins rechte Eck (61.). Wenig später nahm Rangnick den ersten Wechsel vor und brachte Lukas Klostermann für Demme (64.).

Joker Jebali bringt das 1:3

Nach knapp 70 Minuten durfte sich auch RB-Keeper Mvogo auszeichnen: Der 24-Jährige parierte einen Freistoß von Levi (68.). In der Folge schalteten die „Roten Bullen“ einen Gang runter, Rosenborg erhielt mehr Spielanteile. Levi testete Mvogo aus halbrechter Position ein zweites Mal (73.). Auf der Gegenseite hatte Hansen keine Probleme mit Stefan Ilsankers Flachschuss (76.). Die Sachsen wurden in der Schlussphase etwas nachlässig und ermöglichten Trondheim das 1:3: Alexander Søderlund bediente Levi auf der rechten Seite, der mit seiner Hereingabe Jebali am zweiten Pfosten fand. Der Joker schob relativ unbedrängt ein (79.).

Eine zweite Luft verschaffte dieser Treffer den Hausherren aber nicht mehr, Leipzig hatte durch Brumas Distanzschuss auch die letzte Gelegenheit der Partie (90.). RB gewinnt völlig verdient mit 3:1 bei Rosenborg Trondheim und feiert den ersten Sieg in der Europa League-Gruppenphase. Damit rehabilitieren sich die Sachsen für die 2:3-Pleite gegen den FC Red Bull Salzburg und schieben sich auf den zweiten Platz.