4:0 gegen Marseille: Frankfurts fünfter Streich

Foto: Alex Grimm/Getty Images

Die Frankfurter Europa League-Party ging am Donnerstagabend in die fünfte Runde. Die Eintracht besiegte Olympique Marseille vor heimischem Publikum mit 4:0 (2:0) und steht bereits als Gruppensieger fest.

Eintracht-Coach Adi Hütter veränderte seine Startelf im Vergleich zum 3:1 beim FC Augsburg auf fünf Positionen: Marco Russ, Simon Falette, Taleb Tawatha, Jetro Willems und Mijat Gaćinović ersetzten David Abraham (nicht im Kader), Evan N’Dicka, Jonathan de Guzmán, Filip Kostić und Ante Rebić (alle auf der Bank). Marseilles Trainer Rudy Garcia rotierte nach dem 3:1 beim SC Amiens mit neun Wechseln ordentlich durch: Yohann Pelé, Tomáš Hubočan, Duje Ćaleta-Car, Boubacar Kamara, Jordan Amavi, Luiz Gustavo, Valère Germain, Nemanja Radonjić und Kostas Mitroglou begannen. Steve Mandanda, Hiroki Sakai, Adil Rami, Rolando, Morgan Sanson, Lucas Ocampos, Florian Thauvin, Dimitri Payet und Clinton N’Jie machten Platz.

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47.000 Zuschauer in der bis auf den Gästebereich ausverkauften Frankfurter Commerzbank-Arena begrüßten ihre Mannschaft zum wiederholten Male mit einer beeindruckenden Choreografie und sorgten den gesamten Abend über für eine mitreißende Europapokal-Atmosphäre. Frankfurts Spieler ließen sich davon offenbar inspirieren. Nicht einmal eine Minute war gespielt, da vernaschte Gaćinović zwei Gäste-Verteidiger und Jović staubte nach der Parade von Marseille-Keeper Pelé aus kurzer Distanz zum frühen 1:0 ab (1.).

Marseille mit zwei Eigentoren, Jović schnürt den Doppelpack

Danach verflachte die Partie vorübergehend, doch Gustavos vollkommen verunglückter Rückpass zum 0:2 ins eigene Tor riss die Eintracht aus ihrer kurzzeitigen Lethargie (17.). Bis zur Pause erspielten sich die Gastgeber, die angesichts der komfortablen Ausgangssituation mehrere Stammspieler schonten, zahlreiche Tormöglichkeiten. Weil der erneut groß aufspielende Jović allerdings zweimal freistehend vergab (19./29.), und auch Kapitän Russ (20.) sowie Tawatha (33.) jeweils über das Tor köpften, blieb es zur Pause beim 2:0.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie dann zunächst nur mühsam Fahrt auf. Ein sehenswertes Solo von Russ (46.) sorgte für ein anerkennendes Raunen, der bis dahin kaum geprüfte Eintracht-Schlussmann Kevin Trapp vereitelte zudem die erste Großchance der Gäste (53.). Dazu zielte Sébastien Haller (57.) aus rund 20 Metern knapp am linken Pfosten vorbei. Das zweite Eigentor des Tages von Mittelfeldmann Bouna Sarr sorgte dann für klare Verhältnisse (62.). Jović erhöhte wenig später mit einem schönen Heber (67.).

Eintracht bereits Gruppensieger, Rom wird zur „Lustreise“

Danach ließ die Eintracht den Abend ganz entspannt ausklingen und suchte nur noch gelegentlich die Offensive. Das Gruppen-Finale am 13. Dezember bei Lazio Rom, das nach dem 0:2 bei Apollon Limassol keine Chance mehr auf Platz eins hat, wird für die Mannschaft von Trainer Hütter nun zur „Lustreise“, der Gruppensieg ist ihr nicht mehr zu nehmen. Zudem geht die Eintracht in der Zwischenrunde unter anderem den Teams, die aus der Champions League in die Europa League absteigen, aus dem Weg. Wettbewerbsübergreifend haben die Frankfurter nun zehn der letzten elf Spiele erfolgreich bestritten.