4:2 gegen Gladbach: Die Hertha grüßt von ganz oben

Foto: Odd Andersen/AFP/Getty Images

Hertha BSC bleibt eines der Teams der Stunde: Im Duell der Ungeschlagenen setzten sich die Hauptstädter am Samstagnachmittag mit 4:2 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach durch. Damit setzte sich die Hertha erst mal an die Tabellenspitze.

Beide Teams hatten mit sieben Punkten aus den ersten drei Spielen einen guten Start erwischt, großen Anlass für Veränderungen in der Startelf gab es daher nicht. Während Hertha-Coach Pál Dárdai den verletzten Jordan Torunarigha durch Fabian Lustenberger ersetzte, schickte sein Gegenüber Dieter Hecking die Elf aufs Feld, die sich in der Vorwoche 2:1 gegen Schalke durchgesetzt hatte.

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Dass beide Mannschaften zuletzt mächtig Selbstbewusstsein gesammelt hatten, war von Beginn an zu sehen. Hohes Tempo nämlich zeichnete die Auftaktphase aus – und zwei dicke Chancen. Die erste hatte Gladbach: Thorgan Hazard wurde von Denis Zakaria bedient, schob den Ball aber am Tor vorbei (3.). Auf der Gegenseite hatte Ondrej Duda die Riesenchance, köpfte aus zwei Metern aber drüber (5.). Nach diesen turbulenten ersten Minuten beruhigte sich die Lage etwas, die Hertha dominierte das Mittelfeld, Gladbach setzte auf schnelles Umschaltspiel.

Gladbach-Abwehr zerbröselt

Insgesamt griffiger und gefälliger präsentierten sich die Berliner, die allerdings zunächst Abschlussschwächen offenbarten. Sowohl Salomon Kalou (23.) als auch Vedad Ibišević (25.) verpassten die mögliche Führung. Anders die Gladbacher: Nach einem Foul von Niklas Stark an Fabian Johnson zeigte Thorgan Hazard vom Punkt keine Nerven (29.). Der Jubel bei den Borussen-Fans allerdings war noch nicht verhallt, da schlug die Hertha zurück. Marvin Plattenhardt flankte, in der Mitte köpfte Ibišević ein (32.).

Und es kam noch dicker für Gladbach: Mit dem nächsten Angriff nämlich erzielte die Hertha gleich das nächste Tor, Valentino Lazaro köpfte das 2:1 (34.). Die Borussen-Abwehr zerbröselte anschließend nahezu vollständig, Chance auf Chance hatten die Berliner daher. Während Ibišević an Yann Sommer scheiterte (36.), schob Marko Grujić den Ball knapp am Tor vorbei (37.). Gladbach musste letztlich froh sein, sich mit dem 1:2 in die Pause gerettet zu haben.

Ibišević und Duda legen nach

Auch Hecking war die Anfälligkeit seines Teams natürlich nicht verborgen geblieben, gleich zwei Wechsel nahm der Borussen-Trainer daher zur zweiten Hälfte vor. Florian Neuhaus und Patrick Herrmann kamen für Tony Jantschke und Johnson. An der grundsätzlichen Ausrichtung seines Teams hatte Hecking allerdings keine Änderung vorgenommen, weiterhin standen die „Fohlen“ tief und lauerten. Und das beinahe mit Erfolg: Alassane Pléa nämlich hatte die Riesenchance zum Ausgleich, schob den Ball aber freistehend vor Rune Jarstein am Tor vorbei (55.). Ein Neuhaus-Distanzschuss ging ebenfalls knapp vorbei (61.).

Eiskalt dagegen machte es die Hertha. Nach einem Konter über Lazaro bediente Kalou seinen Sturmpartner Ibišević, und der Bosnier sorgte für das 3:1 (63.). Geschlagen war Gladbach damit aber noch nicht, wenige Minuten später schlugen die Gäste zurück. Eine Herrmann-Flanke köpfte Pléa zum 2:3 ein (67.). Die Spannung war zurück – und offensichtlich war sie zu viel für Herrmann. Der Gladbacher nämlich ließ sich zu einer harten Grätsche gegen Grujić hinreißen, der Serbe musste daraufhin verletzt vom Platz (72.). Herrmann hatte Glück, nur Gelb für dieses Einsteigen zu sehen. Die Hertha ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und gab eine sportliche Antwort: Duda sorgte mit einem Vollspann-Schuss für das 4:2 (73.). Der Gladbacher Widerstand war damit gebrochen, lediglich einen Pléa-Schuss musste Lustenberger noch mal von der Linie kratzen (89.). Wenige Minuten später durften die Hauptstädter jubeln.