96: Neuansetzung der Podiumsdiskussion wird angestrebt

Der Vorstand des Bundesligisten Hannover 96 möchte die zuletzt verweigerte Podiumsdiskussion mit Vertretern des Fanbeirats „im verkleinerten Rahmen“ nachholen. Genaueres soll in der nächsten Woche besprochen werden.

Für den 26. Februar war ursprünglich eine Podiumsdiskussion zwischen dem Vorstand des Vereins und nominierten Sprechern des Fanbeirats angesetzt worden. Die Vorstandsmitglieder hatten sich einem Gespräch mit drei der fünf aufgestellten Vertretern allerdings verweigert. Es bestanden „erhebliche Zweifel an einer unbelasteten und konstruktiven Diskussion“, wie der Vorstand über die Vereinshomepage mitteilte. Nun soll dieses Versäumnis auf Wunsch des 96-Fanbeirats nachgeholt werden. Bei einem Treffen in der kommenden Woche sollen die Details der Veranstaltung geklärt werden.

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Die beiden von Vereinsseite nicht abgelehnten Vertreter sollen auch diesmal wieder nominiert werden. Grundsätzlich sollte der ursprüngliche Termin für ein erneutes Zusammenrücken zwischen Verein und der Anhängerschaft sorgen. Viele Hannoveraner Fans hatten aufgrund der Übernahmepläne von Präsident Martin Kind ihre Unterstützung eingestellt. Rund um das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (0:1) war es sogar zu verbalen Übergriffen und Drohungen gegenüber dem Personal im Stadion gekommen. „Beleidigungen und Diffamierungen – gleich welcher Form – entsprechen nicht den Spielregeln und werden in unserem Stadion nicht geduldet“, stellte der Vorstand am Mittwoch klar.

Hannover verpflichtet US-Talent Gloster

Eine Neuansetzung der Podiumsdiskussion unter veränderten Vorzeichen könnte zu einem erneuten Schulterschluss zwischen Fans und Klub führen. Als Reaktion auf den ersten abgesagten Termin hatte der Vorstand alle 116 offiziellen Fanklubs zu einem Informations- und Dialogabend am 12. März in der HDI-Arena eingeladen. Dieser Termin soll weiterhin bestehen bleiben. Der Verein bemüht sich darum, dass „trotz aller unterschiedlichen Meinungen und Sichtweisen Hannover 96 der gemeinsame Nenner von allen bleibt“. Dafür sei „ein guter und respektvoller Austausch“ notwendig und wichtig.

Auch aus der personellen Abteilung gab es am Mittwoch etwas zu verkünden. Die Niedersachsen sicherten sich ab dem Sommer die Dienste des US-amerikanischen Nachwuchsspielers Chris Gloster von den New York Red Bulls. Der 17-jährige Linksverteidiger soll zunächst für die U19 der 96er zum Einsatz kommen. „Wir erhoffen uns von ihm einiges – auch mit der Perspektive nach oben. In den zwei Wochen, in denen er bei uns im Probetraining war, hat er einen guten Eindruck hinterlassen“, meinte Nachwuchsleiter Michael Tarnat.