Allerlei Newcomer in der Elf des Spieltags

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Robin Zentner? Marc-Oliver Kempf? Jordan Torunarigha? Nur drei Namen, die bislang in dieser Saison vergeblich in der Elf des Spieltags gesucht worden sind. Am 13. Spieltag jedoch spielte sich nicht nur dieses Trio in den Fokus – gleich acht Spieler haben zum ersten Mal in dieser Runde den Sprung in die Auswahl geschafft. Lediglich Abdou Diallo, Marco Reus und Timo Werner waren schon mindestens einmal dabei.

Tor: Robin Zentner
Genau genommen ist Robin Zentner nur die Nummer drei beim 1. FSV Mainz 05. Das Pech von Florian Müller und René Adler allerdings ist derzeit das Glück des 24-Jährigen. Aufgrund der Verletzungen der Konkurrenten nämlich darf sich Zentner im Tor beweisen – und unterstreicht mit seinen Leistungen seine Ambitionen auf höhere Aufgaben. Beim 1:0-Sieg der Rheinhessen am Freitag gegen Düsseldorf war der Keeper neben Torschütze Jean-Philippe Mateta der beste Mann auf dem Platz. Immer wieder parierte Zentner herausragend und sicherte seinem Team so den Dreier gegen den Aufsteiger.

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Innenverteidigung: Jordan Torunarigha, Marc-Oliver Kempf und Abdou Diallo
Manchmal braucht es ein glückliches Händchen: Für die Partie bei Hannover 96 hatte sich Pál Dárdai für Jordan Torunarigha entschieden – und der Trainer von Hertha BSC durfte sich hinterher bestätigt fühlen. Der Innenverteidiger nämlich war mit einem Tor und einer Vorlage beim 2:0-Sieg der Mann des Tages. Denn auch defensiv löste Torunarigha sämtliche Aufgaben souverän. Ebenso wie der Berliner steht Marc-Oliver Kempf erstmals in der Elf des Spieltags. 22 Zweikämpfe hatte der Verteidiger des VfB Stuttgart am Samstag geführt, nur drei davon verloren – doch einer war ganz besonders wichtig: Erst ein Ballgewinn Kempfs nämlich machte den 1:0-Siegtreffer Anastasios Donis’ gegen Augsburg möglich. Sogar nur zweimal geschlagen geben musste sich Abdou Diallo beim 2:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen Freiburg – bei allerdings auch nur sechs Zweikämpfen. Doch auch die Passquote des 22-Jährigen beeindruckt, 98 Prozent seiner Zuspiele fanden den Weg zum Mitspieler.

Defensives Mittelfeld: Nabil Bentaleb und Diego Demme
Seit anderthalb Jahren spielt Nabil Bentaleb beim FC Schalke 04, unumstritten aber war der Algerier nie. Selten nämlich liefert der Mittelfeldspieler ein durchweg starkes Spiel ab. Das aber gelang ihm am Samstagabend, mit großem Aufwand füllte Bentaleb seine Aufgabe im offensiven Mittelfeld aus und trug sich zudem in die Torschützenliste ein: Mit dem Elfmeter zum 1:1-Endstand sicherte der 24-Jährige dem kriselnden Vizemeister immerhin einen Punkt gegen Hoffenheim. Bereits gegen Wolfsburg (1:2) und Hannover (3:1) hatte Bentaleb in dieser Saison einen Elfmeter verwandelt. Zwei Zähler mehr gab es für RB Leipzig beim 2:0-Sieg gegen Gladbach. Einer der Erfolgsgaranten dabei war Diego Demme. Der 27-Jährige agierte als Strippenzieher im Mittelfeld, mit Einsatz und Präzision gab er den Takt vor. Mit seinen 25 Zweikämpfen raubte Demme der sonst so starken Gladbacher Offensive zudem die Spielfreude.

Rechtes Mittelfeld: Serge Gnabry
Immer wieder macht derzeit das Wort Umbruch beim FC Bayern München die Runde – dabei hat die Zukunft zumindest auf der einen oder anderen Position bereits begonnen beim Rekordmeister. Auf den Flügeln jedenfalls könnte Serge Gnabry langfristig eine tragende Rolle spielen. Immer, wenn der 23-Jährige in dieser Saison eine Chance erhielt, zeigte er sich als Antreiber. Ausgerechnet gegen Ex-Klub Werder gelang ihm am Samstag ein besonderes Glanzstück: Beide Tore zum 2:1-Sieg steuerte Gnabry bei, mit einer Passquote von 91 Prozent war er zudem ein wichtiges Puzzleteil im Kombinationsspiel des Rekordmeisters.

Offensives Mittelfeld: Marco Reus
Es ist gut möglich, dass Marco Reus derzeit die Saison seiner Karriere hinlegt. Ob als Torschütze, Passgeber oder Antreiber– der 29-Jährige ist derzeit der Mann für alle Fälle bei Borussia Dortmund. Und besonders, wenn es mal nicht so reibungslos läuft in der BVB-Offensive, ist Reus zur Stelle. So auch beim 2:0 gegen Freiburg: Erst das Elfmetertor des Nationalspielers brachte den Sieg auf die Schiene. Reus trägt Verantwortung. Ein Umstand, der am Saisonende möglicherweise mit der Meisterschaft belohnt wird.

Linkes Mittelfeld: Elvis Rexhbecaj
Die Saison 2018/19 könnte zu einer entscheidenden in der Karriere Elvis Rexhbecajs werden. Der 21-Jährige nämlich ist drauf und dran, sich beim VfL Wolfsburg einen Stammplatz zu erobern und in der Bundesliga zu etablieren. Beim 2:1 der Niedersachsen in Frankfurt gehörte Rexhbecaj zu den stärksten Spielern auf dem Platz, mit seinem zweikampf- und laufintensiven Spiel schnürte er dem Offensivspiel der Eintracht die Luft ab. Gleich 31 Zweikämpfe führte Rexhbecaj, zudem bereitete er das zweite Tor durch Daniel Ginczek vor.

Angriff: Daniel Ginczek und Timo Werner
Lange befand sich Daniel Ginczek auf der Suche nach seiner Form. Im Sturmzentrum beim VfL Wolfsburg schien ihm Wout Weghorst den Rang abzulaufen. Am Sonntag aber bewies der Angreifer, welch wichtige Rolle er bei den Niedersachsen bekleiden kann. Fast alle Angriffe der Wolfsburger beim 2:1 gegen Frankfurt nämlich liefen über Ginczek – kein Wunder also, dass der 27-Jährige den Führungstreffer auflegte und das zweite Tor selbst erzielte. Sogar gleich zweimal erfolgreich war am Sonntag Timo Werner: Der Stürmer schoss RB Leipzig im Alleingang zum 2:0-Erfolg gegen Gladbach, der den Sachsen den dritten Rang bescherte. Es war der bereits vierte Doppelpack des 22-Jährige in dieser Saison.