Aufenthaltsverbot für Frankfurt-Fans in Marseille

Foto: Simon Hofmann/Bongarts/Getty Images

Den Anhängern von Eintracht Frankfurt ist es beim Europa League-Geisterspiel am Donnerstag (18.55 Uhr) bei Olympique Marseille untersagt, sich im Gebiet der französischen Hafenstadt aufzuhalten. Das Verbot wurde vom zuständigen Amtsbezirk ausgesprochen und gilt von 8 bis 24 Uhr, wie die Eintracht am Dienstag mitteilte.

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann zeigte sich erzürnt über die Entscheidung und sprach von einem „unangemessenen und rechtsstaatlich hochgradig bedenklichen“ Eingriff. Weiter betonte er, dass die Fans die Mannschaft durch Europa nur begleiten wollten und nicht mitfahren um „Ärger zu suchen“. Das Fanbündnis Nordwestkurve hatte bereits am Montag verkündet, nicht nach Marseille fahren zu wollen. Es sei eine Frage der „Solidarität mit allen Eintrachtlern, denen dieses Erlebnis genommen wird“. Trotz Geisterspiel hätte der Eintracht ein Ticketkontingent von 200 Karten zur Verfügung gestanden.

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Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes befasst sich am Freitag (12 Uhr) derweil mit der Sperre von Abwehrspieler Jetro Willems. Der Niederländer, der nach einer Tätlichkeit im Bundesliga-Spiel gegen den SV Werder Bremen (1:2) vom DFB-Sportgericht für drei Spiele gesperrt worden war, hatte gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt. Geleitet wird die Sitzung vom Bundesgerichts-Vorsitzenden Achim Späth.