Augsburg feiert 3:1 gegen Hannover

Der FC Augsburg hat die Ergebniskrise überwunden: Nach zuvor vier sieglosen Spielen setzten sich die bayerischen Schwaben am Samstagnachmittag mit 3:1 (2:1) gegen Hannover 96 durch. Die Niedersachsen warten damit nun ihrerseits seit vier Partien auf einen Dreier.

Jeweils verloren hatten die Teams am vergangenen Wochenende, einige Veränderungen an ihrer Startaufstellung nahmen daher beide Trainer vor. Gleich vier Wechsel im Vergleich zum 0:1 gegen Frankfurt gab es bei Hannover: Miiko Albornoz, Ihlas Bebou, Felix Klaus und Salif Sané, der zuletzt eine Gelbsperre hatte absitzen müssen, starteten für Julian Korb, Pirmin Schwegler, Marvin Bakalorz und Matthias Ostrzolek. Mit einem Wechsel weniger begnügte sich Manuel Baum. Der FCA-Trainer setzte nach dem 0:2 gegen Hoffenheim zunächst auf Gojko Kačar, Caiuby und Marco Richter. Dafür fehlten Kevin Danso, Marcel Heller und Kilian Jakob in der Startaufstellung.

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Mit großer Torgefahr waren beide Teams in den vergangenen Wochen nicht aufgefallen, durchaus überraschend kam daher die muntere Auftaktphase. Dabei präsentierte sich Augsburg, das in den vorherigen vier Spielen nur einen Treffer hatte bejubeln dürfen, zunächst gefälliger. Martin Hinteregger (3.) und Philipp Max (7.) prüften Philipp Tschauner bei kleineren Gelegenheiten. Hannover hingegen tat sich schwer, sammelte zwar mehr Ballbesitz, wusste aber nur selten mit diesem etwas anzufangen. Albonorz (10.) und Niclas Füllkrug (11.) sorgten zumindest für etwas Torgefahr.

Kačar antwortet auf Sané-Kracher

Die besseren Chancen aber gehörten dem FCA, bei dem insbesondere Michael Gregoritsch in den kommenden Minuten im Fokus stand. Nachdem der Österreicher seine erste Großchance zur Führung noch vergeben hatte (23.), machte er es im zweiten Anlauf besser. Eine Caiuby-Flanke drückte der Stürmer zur 1:0-Führung über die Linie (26.).

Augsburg hatte anschließend Oberwasser und weitere gute Gelegenheiten. Ja-Cheol Koo musste sich allerdings dem stark parierenden Tschauner beugen (30.). Ein Caiuby-Kopfball wurde zudem geblockt (33.). Hannover schien der nächsten Pleite entgegenzutaumeln – wie aus dem Nichts fiel dann allerdings der Ausgleich. Eine Freistoßflanke wehrte Hinteregger an die Strafraumkante ab, dort lauerte allerdings Sané, der den Ball mit Vollspann zum 1:1 ins Tor nagelte (37.). Die Augsburger Drangphase war damit erst mal wieder beendet – ein weiterer Treffer der Schwaben fiel aber dennoch. Sekunden vor dem Pausenpfiff köpfte Kačar ein, nachdem Caiuby eine missglückte Ecke noch mal scharfgemacht hatte (45.+2).

Hannover stärker, doch Gregoritsch trifft

Angesichts des Rückstandes nahm André Breitenreiter zur zweiten Halbzeit den ersten Wechsel vor. Der Hannover-Coach brachte Schwegler für Sorg. Zudem hatte Breitenreiter offenbar die richtigen Worte in der Kabine gefunden. Deutlich engagierter nämlich präsentierte sich sein Team nach Wiederanpfiff. Die erste gute Gelegenheit gehörte dabei Klaus, der sich mit einem Schuss von der Strafraumgrenze allerdings Marwin Hitz geschlagen geben musste (54.). Füllkrug und Iver Fossum vertändelten zudem das mögliche 2:2 (57.).

Augsburg hingegen traute sich kaum noch mal in die Offensive. Breitenreiter wechselte daher erneut und brachte mit Jonathas, der den unsichtbaren Martin Harnik ersetzte, eine frische Offensivkraft (64.). Nach und nach lief Hannover allerdings die Zeit davon, die ganz große Durschlagskraft entwickelten die „Roten“ nämlich nicht. Immer wieder verhinderten Ungenauigkeiten potenzielle Gelegenheiten. Mehr als Halbchancen von Füllkrug (70.) und Jonathas (76.) gab es für Hannover nicht. Der FCA hingegen machte dann doch noch bei einem Konter den Deckel drauf: Über Caiuby und Max kam der Ball zu Gregoritsch, der zum 3:1 einschoss (83.). Wenig später war Schluss.