Augsburg kehrt gegen Freiburg zurück in den Alltag

Foto: Sascha Schuermann/AFP/Getty Images

Sowohl der FC Augsburg als auch der SC Freiburg blicken auf einen zufriedenstellenden Saisonstart und ein Erfolgserlebnis unter der Woche zurück. Der Sieger des Duells am Sonntagabend (18 Uhr) wird sich erst mal ein gutes Stück von der Abstiegszone absetzen.

Mit einem Punktgewinn beim FC Bayern hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. Und so herrschte nach dem 1:1 am Dienstagabend erst mal Sprachlosigkeit in Augsburg. Nachdem der FCA zuvor unglücklich gegen Bremen (2:3) und in Mainz (1:2) verloren hatte, schien der Saisonstart bereits verkorkst. Dann jedoch kam das Remis gegen den Rekordmeister, und plötzlich lacht schon wieder die Sonne über den Schwaben. Für zusätzlichen Schwung für das Duell mit Freiburg sorgt das mögliche Comeback von Alfreð Finnbogason. Gegen die Breisgauer allerdings erwartet Augsburg ein gänzlich anderes Spiel als zuletzt gegen die Bayern. Entsprechend warnt Manuel Baum sein Team, die richtige Einstellung an den Tag zu legen. „Ganz extrem und schnell darauf einstellen“ müsse sich seine Mannschaft auf den Freiburger Spielstil, erklärte der FCA-Trainer. Personell hat Baum die Qual der Wahl: Felix Götze hatte sich zuletzt mit seinem Tor gegen die Bayern in den Fokus gespielt und könnte in die Startelf rücken. Ebenfalls ein Kandidat ist Ja-Cheol Koo, der seine Knieprobleme überstanden hat.

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Ganz anders sieht die Personalsituation bei den Freiburgern aus. Der SC nämlich pfeift fast schon aus dem letzten Loch. Unter anderen fallen Lukas Kübler, Pascal Stenzel, Manuel Gulde, Amir Abrashi und Janik Haberer aus. „Ziemlich Pech“ habe seine Mannschaft derzeit, sagte Christian Streich vorab. Der ausgedünnte Kader aber dürfe nicht als Argument für schlechte Leistungen herhalten, stellte der Freiburger Trainer zugleich fest. Bislang schließlich habe es sein Team „immer geschafft“, die Ausfälle zu kompensieren. Durchaus zufriedenstellend ist schließlich der Saisonstark für die Breisgauer gelaufen. Sieben Punkte sammelte die Streich-Elf bislang, zuletzt gab es Siege gegen Schalke (1:0) und Wolfsburg (3:1). Nun soll gegen den FCA der dritte Dreier in Serie eingefahren werden. Streich aber warnt: „Augsburg wird versuchen, uns zu beeindrucken. Wir müssen die Ruhe bewahren“, forderte der 53-Jährige. Dafür könnte er seine Startelf wieder ein bisschen umbauen: Marco Terrazzino agierte zuletzt eher ungefährlich und könnte durch Jerôme Gondorf ersetzt werden. Zudem steht Luca Waldschmidt als Alternative für den angeschlagenen Florian Niederlechner parat.

FC Augsburg: Luthe – Gouweleeuw, Khedira, Hinteregger – Schmid, Max – Götze, Baier – Hahn, Caiuby – Gregoritsch

SC Freiburg: Schwolow – Stenzel, Gulde, Heintz, Günter – Koch, Höfler – Gondorf, Sallai – Waldschmidt – Petersen

Ging es gegen den FC Bayern noch gegen einen spielerisch überlegenen Gegner, wartet mit Freiburg nun ein Kontrahent auf Augenhöhe auf Augsburg. „Wer das bessere Herz hat, wird dieses sicherlich kampfbetonte Spiel gewinnen“, sagte FCA-Coach Baum daher vorab. Ausschlaggebend dürften angesichts der Leistungsnähe der beiden Teams Kleinigkeiten sein. Und die Personalsituation spricht ebenso eine klare Sprache zugunsten Augsburgs wie der Heimvorteil.