Augustinsson köpft Bremen zu Punkt in Freiburg

Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Ludwig Augustinsson hat dem SV Werder Bremen in letzter Minute noch einen Punkt gebracht: Der Schwede köpfte in der Nachspielzeit den 1:1 (0:1)-Endstand beim SC Freiburg. Beide Teams verpassten damit allerdings den Befreiungsschlag.

Drei Veränderungen an seiner Startelf nahm Christian Streich vor: Im Vergleich zum 1:3 gegen Mainz brachte der Freiburg-Trainer Jerôme Gondorf, Marco Terrazzino und Lucas Höler. Zunächst draußen waren dafür Mike Frantz und Tim Kleindienst, zudem fehlte Nicolas Höfler aufgrund einer Knieverletzung. Dabei stellte Streich auch die Formation um, anstelle der gewohnten Viererkette startete der SC mit drei Innenverteidigern. Mit einem Wechsel gegenüber dem 1:3 gegen Gladbach begnügte sich Bremen-Trainer Florian Kohfeldt: Johannes Eggestein startete anstelle des verletzten Philipp Bargfrede.

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Nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzten beide Teams zu Beginn. Kein Wunder: Bremen hatte nur einen Sieg aus den vorangegangenen vier Bundesliga-Partien gesammelt, Freiburg sogar nur einen aus sieben Pflichtspielen. Entsprechend zäh gestaltete sich die Auftaktphase. Nach und nach aber übernahm Freiburg die Kontrolle im Mittelfeld und damit das Kommando. Da die Bremer Abwehr jedoch sicher stand, sorgten zunächst vor allem Distanzschüsse für Gefahr: Luca Waldschmidt überraschte Jiri Pavlenka, zog aber knapp rechts am Tor vorbei (11.). Pascal Stenzel (17.) und Gondorf (18.) scheiterten zudem am Werder-Keeper.

Bremen wird stärker, doch Freiburg trifft

Von Bremen hingegen war nach dem ersten Warnschuss Max Kruses (2.) erst mal nichts zu sehen. Verunsichert wirkte die Mannschaft nach den jüngsten Misserfolgen. Erst ein Freiburger Fehler sorgte für etwas Gefahr: Alexander Schwolow sprang der Ball zu weit vom Fuß, Martin Harnik schoss den SC-Keeper anschließend an (20.). Diese Chance jedoch war offenbar ein Weckruf, Bremen war nun präsenter und aggressiver. Für erneute Gefahr sorgte ein Distanzschuss Davy Klaassens: Schwolow wehrte den Ball nach vorne ab, Harnik aber setzte den Nachschuss knapp links vorbei (30.). Die Partie nahm nun Fahrt auf. Wenig später musste Schwolow einen Klaassen-Kopfball mit einer Glanzparade entschärfen (33.).

Just in dieser Phase des Bremer Erstarkens jedoch erzielte Freiburg den Führungstreffer. Niklas Moisander hatte einen Schuss von Waldschmidt mit der Hand geblockt, nach Sichtung der Videobilder entschied Bastian Dankert auf Elfmeter. Da Nils Petersen auf der Bank saß, trat Waldschmidt an und versenkte den Ball zum 1:0 (42.). Werder versuchte es noch mal mit einem Freistoß, aus guter Position jedoch schoss Nuri Şahin in die Mauer (45.+1). Dann ging es erst mal in die Kabinen.

Werder rennt an – und jubelt spät

Mit großer Aggressivität startete Freiburg in den zweiten Durchgang, ein zweites Tor hatte Streich offenbar als Ziel ausgegeben. Zwar verbuchte Bremen durch Johannes Eggestein (48.) die erste Chance nach Wiederanpfiff, anschließend aber drückte der SC. Werder musste sich in dieser Phase bei Pavlenka bedanken, der Keeper nämlich rettete mehrfach in höchster Not. Zunächst parierte der Tscheche mit dem Fuß gegen Waldschmidt (50.), wenig später dann auch noch gegen den freistehenden Gondorf (59.). Angesichts der Harmlosigkeit seines Teams nahm Kohfeldt einen Doppelwechsel vor: Milot Rashica und Yūya Ōsako ersetzten Şahin und Harnik (63.). Gewechselt wurde wenig später auch bei Freiburg, Petersen ersetzte Terrazzino (69.).

Bremen war nun sichtlich bemüht, Freiburg aber spielte hoch konzentriert und hielt die Gäste weit weg vom Tor. Kohfeldt brachte daher mit Claudio Pizarro (77., für Johannes Eggestein) gleich noch einen Offensivspieler. Sukzessive erhöhte Werder in der Schlussphase den Druck, ein Durchkommen gab es gegen die stabile Freiburger Hintermannschaft aber nur selten. Mit Frantz (80., für Gondorf) brachte Streich zudem noch einen weiteren Defensiven. Während Freiburg durch Höler bei Kontern gleich zweimal die Entscheidung liegen ließ (85., 87.), verbuchten Pizarro (79.) und Ōsako (83.) erste Gelegenheiten für die Gäste. In den letzten Minuten warf Werder dann noch mal alles nach vorne – und zwar mit Erfolg. Augustinsson köpfte in der Nachspielzeit nach Kruse-Ecke den 1:1-Endstand (90.+2).