Außenseiter trumpfen auf, Spitzenteams enttäuschen

Foto: Patrik Stollarz/AFP/Getty Images

Hertha BSC und der VfL Wolfsburg fuhren am Wochenende erneut jeweils drei Punkte ein. Beide Mannschaften bekamen es mit Champions League-Anwärtern zu tun, siegten aber souverän. Besagte Spitzenteams enttäuschten hingegen auf ganzer Linie. Top und Flop des 2. Spieltags.

Top: Die Außenseiter
Die Berliner gewannen zum Auftakt mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg. Mit einem Sieg gegen den Aufsteiger war zu rechnen. Der Auftritt der Hauptstädter beim FC Schalke 04 am Sonntag überraschte dafür allerdings auf ganzer Linie. Die „Alte Dame“ stellte den Vizemeister beim 2:0-Auswärtssieg vor große Probleme und gewann das Spiel angeführt von einem überragenden Ondrej Duda völlig verdient. Der Mittelfeldmann traf gleich doppelt und wurde zum Mann des Spiels. Mit dem Saisonstart des VfL Wolfsburg war in dieser Form noch weniger zu rechnen. Als klar war, dass es an den ersten beiden Spieltagen gegen Schalke und Leverkusen geht, fürchteten die Fans der „Wölfe“ bereits einen Null-Punkte-Start. Schon gegen S04 (2:1), aber besonders beim 3:1 in Leverkusen, konnte Wolfsburg jedoch als Einheit auf dem Platz überzeugen und beide Spiele für sich entscheiden.

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Flop: Die Spitzenteams
Als Vizemeister in die Saison gestartet, lastet ein völlig anderer Druck auf Königsblau als noch im letzten Jahr. Schalke fuhr die Großzahl seiner Punkte in der vergangenen Saison durch Standardtore und eine stabile Defensive ein. Gegen Hertha (0:2) allerdings ließ sich die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco zu oft überrumpeln und fand nach vorne keine Mittel. Nun stehen die „Knappen“ ohne Punkte da und müssen am kommenden Spieltag gegen Gladbach (15. September, 18.30 Uhr) gewinnen, um den Katastrophenstart abzuwenden. Gleiches gilt für Bayer 04. Das Problem der „Werkself“: Mit dem FC Bayern München wartet der Ligaprimus auf die Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich (15. September, 15.30 Uhr). Leverkusen war als einer der großen Favoriten auf die vorderen Plätze in die Saison gegangen. Bisher tritt die „Werkself“ allerdings deutlich schlechter auf, als die Qualität im Kader verspricht. In Wolfsburg war das nicht anders.