Bailey sucht nach seiner Form

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Bongarts/Getty Images

Für Bayer 04 Leverkusen läuft es in der aktuellen Saison nicht rund. Nach sieben Bundesliga-Spieltagen haben die Rheinländer erst sieben Punkte geholt. Auch Leon Bailey hat seine Form noch nicht gefunden.

In der abgelaufenen Spielzeit schaffte der Offensivspieler in Leverkusen endgültig den Durchbruch. Zwölf Tore und sechs Vorlagen gelangen dem Jamaikaner in 34 Pflichtspielen. Der 21-Jährige bestach durch sein Tempo, seine Stärke im Eins-gegen-eins und durch einen guten Abschluss. Vor allem in der Hinrunde war Bailey eine Waffe und steigerte seinen Marktwert gleichzeitig enorm. Schnell entwickelte sich großes Interesse. Vor allem in der englischen Premier League hatte Bailey einige Top-Vereine auf sich aufmerksam gemacht. Im Januar dieses Jahres erklärte der Angreifer, dass ein Engagement auf der Insel ein Traum für ihn wäre.

- Anzeige -

Wenig später betonte Bailey jedoch auch, sich in Leverkusen aktuell sehr wohlzufühlen. „Ich bin jung und ich habe viele junge Spieler gesehen, die zu früh einen zu großen Schritt gemacht haben und gescheitert sind. Leverkusen ist für mich perfekt“, sagte er. Auch bei den Verantwortlichen der „Werkself“ gab es keine Gedanken, den Youngster abzugeben. Und das, obwohl Bayer bei einem Verkauf des 21-Jährigen eine stattliche Summe kassiert hätte. Seit dem Winter allerdings kann Bailey nicht mehr da anknüpfen, wo er einmal war. In der Rückrunde der abgelaufenen Saison gelangen dem Jamaikaner in der Liga nur drei Tore, das letzte Mal traf er am 17. Februar beim 2:1-Sieg in Hamburg.

Herrlich muss Angreifer in die Spur bekommen

Und auch in der laufenden Spielzeit steht Bailey erst bei einem Treffer, der ihm beim 1:3 gegen den VfL Wolfsburg am zweiten Spieltag gelang. Der Linksaußen ist noch jung und Schwankungen in seiner Entwicklung sind normal. Fraglich ist dennoch, ob Bailey noch einmal den Marktwert erreichen kann, den er in der Winterpause der Saison 2017/18 hatte. Womöglich hat Leverkusen an dieser Stelle den richtigen Zeitpunkt für einen Verkauf verpasst. Nun gilt es für Bayer, Bailey wieder dahin zu bringen, wo er schon einmal war. Trainer Heiko Herrlich braucht den Jamaikaner in Top-Form. Denn wenn Bailey wieder groß aufspielt, sind auch die Chancen der Rheinländer auf Erfolge wieder deutlich höher – gleiches gilt für die Jobsicherheit des Trainers.