Baum erwartet „Kampfspiel“ in Mainz

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Trainer Manuel Baum bereitet den FC Augsburg derzeit akribisch auf das Auswärtsspiel am kommenden Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FSV Mainz 05 vor. Der Übungsleiter äußerte sich am Dienstag zum kommenden Gegner sowie den verletzten Offensivspielern Caiuby und Alfreð Finnbogason.

Baum setzt auf den Überraschungseffekt: Das Training am Dienstagvormittag war das einzig öffentliche der gesamten Woche. Der 39-Jährige wollte so wenig wie möglich von seinen taktischen und personellen Überlegungen preisgeben. „Wir wollen uns top vorbereiten und brauchen bei dem einen oder anderem Thema unsere Ruhe“, sagte Baum laut Augsburger Allgemeine. Das Ziel sei, „am Ende mit einem Dreier nach Hause zu fahren“. Die Maßnahme begründet sich auch im Respekt, den Baum vor dem FSV hat: „Mainz ist eine physisch starke Mannschaft und hat im Zentrum technisch starke Spieler, das wird auf jeden Fall eine harte Nuss. Ich denke, dass das Spiel nicht von einer Strategie entschieden wird, sondern von der Einstellung der Spieler.“

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In der letzten Partie gegen Borussia Mönchengladbach (1:1) lieferte sich Baum noch ein strategisches Duell mit Dieter Hecking, beide Trainer stellten immer wieder die Systeme um. In Mainz werde es dagegen ein „Kampfspiel“. „Die Mainzer sind von der Spielidee eine ganz andere Truppe als Borussia Mönchengladbach, deshalb werden wir definitiv nicht so spielen, wie wir es gegen Gladbach getan haben“, meinte Baum. Die Vorzeichen sind interessant: Sowohl der FCA als auch der FSV holten vier Punkte aus den ersten beiden Bundesliga-Spielen. Wer die Partie am Samstag für sich entscheiden kann, setzt sich also vorerst in der Spitzengruppe fest.

Caiuby fraglich – Finnbogason noch kein Thema

Personell ist die Situation der Fuggerstädter weiterhin angespannt: Mit Martin Hinteregger, Kevin Danso, Michael Gregoritsch, Sergio Córdova, Dong-Won Ji und Marco Richter kehren sechs Profis erst im Laufe der Woche von ihren Länderspielreisen zurück. Fredrik Jensen (Bänderverletzug) und Julian Schieber (Knieverletzung) sind noch keine Alternativen für Mainz, auch für Finnbogason kommt die Partie zu früh. „Es gibt noch keine genaue Prognose, es wird aber noch dauern. Die Tatsache, dass er wieder auf dem Rasen steht, ist aber schon nicht schlecht. Er ist auf einem sehr guten Weg, aber noch nicht soweit, dass er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, sagte Baum.

Fraglich ist der Einsatz des Brasilianers Caiuby, der am Dienstag nur Teile des Trainings absolvierte. „Ihm hängt immer noch eine Knieverletzung aus der Vorbereitung nach, deshalb ist noch nicht sicher, ob er rechtzeitig zum Spiel gegen Mainz fit wird. Wir werden nichts riskieren“, meinte Baum. Auch Raphael Framberger, Kilian Jakob und Jan Morávek konnten nicht die vollständige Einheit bestreiten. Optimismus herrscht dagegen bei Torhüter Andreas Luthe (muskuläre Probleme) und Mittelfeldspieler Rani Khedira (Grippe). Das Duo sollte rechtzeitig für die Partie in Mainz einsatzbereit werden.