Baum: „Können erhobenen Hauptes nach Hause fahren“

Foto: Ina Fassbender/AFP/Getty Images

In einer wilden Partie am Samstagnachmittag trennten sich Borussia Dortmund und der FC Augsburg mit 4:3. Auch wenn die Fuggerstädter keine Punkte aus dem Signal-Iduna-Park entführen konnten, machten sie wieder mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam.

Nach dem 4:1-Erfolg gegen den SC Freiburg und dem Unentschieden gegen den FC Bayern München (1:1) reisten die Augsburger mit viel Selbstvertrauen nach Dortmund. Von Beginn an agierten sie offen und aggressiv, Alfreð Finnbogason belohnt sein Team in der 22. Minute mit dem Führungstreffer zum 1:0. Vom Dortmunder Ausgleichstreffer durch Paco Alcácer (62.) ließ sich die Mannschaft von Cheftrainer Manuel Baum nicht aus der Ruhe bringen und ging durch den Treffer von Philipp Max (72.) erneut in Führung. Doch die Borussen schlugen in Person von Alcácer (80.) wieder zurück. Aber auch zehn Minuten vor Schluss waren die Augsburger weit davon entfernt, dieses Spiel abzuhaken.

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„Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen für diese Leistung. Wir haben uns nie versteckt, sehr mutig verteidigt und immer wieder versucht, nach vorne zu spielen. Wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren, auch wenn mir natürlich Punkte lieber gewesen wären. Der BVB hat große Qualität, wenn dann auch noch Glück dazukommt, wird es schwer für uns“, lobte FCA-Trainer Baum sein Team. Dass es nicht bei einer Punkteteilung blieb, entschied sich in der rasanten Schlussphase des Spiels: Der eingewechselte Mario Götze schoss den BVB nach 84 Minuten mit 3:2 in Führung, der FCA konterte in Person von Michael Gregoritsch (87.) nur drei Minuten später mit dem Ausgleich. Kurz vor dem Abpfiff kam es dann aber zum Augsburger Schicksalsschuss: Mit einem direkten Freistoß schoss Alcácer (90.+6) in der letzten Minute der Nachspielzeit den BVB zum Sieg.

Lucky Punch in der letzten Sekunde

Fußballtennis bis in die letzte Minute, mit einem schmerzlichen Schlusspunkt für die Augsburger. „Das Spiel war eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit einem ganz bitteren Ende für uns. Der BVB ist verdient Erster, aber wir stehen völlig unverdient zu weit unten“, meinte Michael Gregoritsch nach dem Spiel. Es waren keine 90 Minuten für schwache Nerven, für den neutralen Fußballfan aber definitiv das spielerische Highlight des Samstags. Auch Finnbogason wäre gerne als Außenstehender dabei gewesen: „Bei diesem Spiel waren die Zuschauer die Gewinner. Wir haben fast 90 Minuten super gespielt und hatten mindestens das Unentschieden verdient.“ Martin Hinteregger versuchte sich an einem optimistischen Fazit: „Wir können stolz sein, so ein großartiges Spiel in Dortmund abgeliefert zu haben, zumal der BVB in einer mega Form ist. Dortmund hat nur aufgrund des Lucky Punch in der letzten Sekunde das Spiel gewonnen. So bitter die Niederlage ist, können wir aber diese positive Leistung mitnehmen.“