Bayer fährt Sieg gegen Gladbach ein

Bayer 04 Leverkusen hat sich am Samstag mit 2:0 (1:0) gegen Borussia Mönchengladbach durchgesetzt und bleibt auf Champions League-Kurs. Die Gäste verpassten es letztlich, nach dem Rückstand genug Druck zu entwickeln.

Bayer-Coach Heiko Herrlich nahm im Vergleich zum 2:1-Erfolg in Wolfsburg lediglich eine Veränderung an seiner Startelf vor: Leon Bailey ersetzte Karim Bellarabi. Aufseiten der Gladbacher brachte Coach Dieter Hecking zwei Neue: Tony Jantschke und Vincenzo Grifo rückten gemessen am 2:2 gegen Bremen für Reece Oxford und Jonas Hofmann ins Team.

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Nach verhaltenem Start sorgte Lars Bender für den ersten Abschluss der Partie. Aus der Distanz brachte der Defensivmann aber nicht genug Druck hinter den Ball (5.). Auf der anderen Seite machte es Grifo ähnlich schwach (6.). Beide Mannschaften versuchten schnell zu kombinieren und Tempo ins eigene Spiel zu bekommen. In der ersten Viertelstunde war es immer wieder Bailey, der für gefährliche Aktionen der „Werkself“ sorgte. Der Jamaikaner hatte die nächste gute Chance, zog von der Strafraumkante aus aber am langen Eck vorbei (22.).

In der Folge flachte das Spiel etwas ab. Die Riesenchance für Bayer hatte allerdings Kevin Volland: Nach einer Flanke von Bailey kam er im Fünfmeterraum zum Kopfball, platzierte das Leder aber neben dem Kasten (36.). Lucas Alario machte es wenig später besser. Wieder brachte Bailey den Ball in die Mitte, wieder ging Volland zum Kopfball. Dieses Mal jedoch legte er nach hinten ab, sodass Alario einschieben konnte (39.). Der Angreifer hatte kurz vor der Pause erneut eine gute Chance, verpasste aber (45.).

Bayer lässt Gladbach lange im Spiel

Leverkusen kam gut aus der Pause und bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff zu einer guten Kopfballchance durch Alario. Der Versuch des Stürmers war letztlich aber zu unpräzise (48.). Den Gladbachern fehlte auf der anderen Seite die Kreativität im Offensivspiel. Die Hecking-Elf kam einfach nicht durch. Bayer hingegen blieb gefährlich: Nach Vorarbeit von Volland schloss Alario ab, wurde aber rechtzeitig von Jannik Vestergaard geblockt (63.).

Auch im weiteren Spielverlauf mangelte es den Gästen an Struktur im Offensivspiel. Die Borussia scheute sich davor, das Risiko weiter zu erhöhen. Von Leverkusen kam offensiv allerdings auch nicht mehr viel. So kam es nicht von ungefähr, dass das Niveau in Abschnitt zwei überschaubar war. Die Riesenchance zum Ausgleich gab es dennoch: Der eingewechselte Josip Drmić kam frei zum Kopfball, platzierte diesen aber neben dem Posten (82.). Wendell prüfte seinen eigenen Schlussmann kurz vor Schluss, Bernd Leno rettete im letzten Moment (89.). Auf der Gegenseite köpfte Charles Aránguiz beinahe zum 2:0 ein, verpasste aber knapp (90.+1). Julian Brandt machte den Sack kurz darauf jedoch zu (90.+3).