Bayer kämpft im Breisgau um den Anschluss

Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Der SC Freiburg empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Bayer 04 Leverkusen. Während die Breisgauer mit ihrem Saisonstart insgesamt zufrieden sein können, hängt die „Werkself“ ihren eigenen Ansprüchen weit hinterher.

Sieben Punkte holte Freiburg aus den ersten sechs Bundesliga-Spielen. Zwar keine überragende Ausbeute, aber sicher eine, die bei den Breisgauern keine Nervosität auslöst. Zwei Niederlagen zu Saisonbeginn ließ die Mannschaft von Trainer Christian Streich erst ein Unentschieden gegen den VfB Stuttgart (3:3) und dann zwei Siege beim VfL Wolfsburg (3:1) und gegen den FC Schalke 04 (1:0) folgen. Zuletzt allerdings setzte es eine deutliche 1:4-Pleite beim FC Augsburg. „Wir waren am letzten Sonntag kräftemäßig nicht in der Lage, den bestmöglich besetzten Augsburgern im Kollektiv mit der nötigen Zweikampfstärke entgegenzutreten“, resümierte Coach Streich. Zwar hat der Übungsleiter großen Respekt vor der Leverkusener Offensive, zeitgleich allerdings geht der 53-Jährige selbstbewusst in die Partie: „Wir sind vorbereitet und werden alles dagegensetzen. Wir haben Vertrauen in unser Spiel und unser Können.“ Nils Petersen und Pascal Stenzel waren für die Partie am Sonntag noch fraglich, Luca Waldschmidt und Florian Kath könnten zurückkehren.

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Bei Bayer ist die Stimmung aktuell angespannt. Zwar gewannen die Rheinländer unter der Woche in der Europa League mit 4:2 gegen AEK Larnaka, die Situation für Trainer Heiko Herrlich ist allerdings unangenehm. Denn in der Liga, wo das Ziel die Qualifikation für die Champions League ist, hinkt Bayer seinen Ansprüchen hinterher. Sechs Punkte aus sechs Spielen bedeuten einen deutlichen Rückstand auf die Plätze eins bis vier. Zuletzt beim 2:4 gegen Borussia Dortmund spielte Leverkusen zwar eine starke erste Hälfte, kassierte nach dem Wiederanpfiff aber noch vier Gegentore und gab den Sieg gegen einen direkten Konkurrenten aus der Hand. Herrlich geht davon aus, dass Freiburg gegen Bayer seinen gewohnten „Stressfußall“ an den Tag legt. „Das hat Methode – sie haben einen absolut leidenschaftlichen Trainer, und so spielen sie auch“, sagte der Übungsleiter im Vorfeld. Verzichten muss Herrlich am Sonntag auf Charles Aránguiz, Julian Baumgartlinger, Panagiotis Retsos und Joel Pohjanpalo.

SC Freiburg: Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – Haberer, Höfler – Frantz, Gondorf – Sallai – Niederlechner

Bayer 04 Leverkusen: Hrádecký – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell – Kohr, L. Bender – Volland, Havertz, Brandt – Alario

Ein Favorit ist für die Partie am Sonntag nicht auszumachen. Zwar ist Bayer personell deutlich stärker besetzt, auf dem Platz allerdings ließ die „Werkself“ zuletzt oftmals ihre Klasse vermissen. Freiburg wird mit viel Kampf und Leidenschaft ins Spiel gehen und versuchen, die Gäste aus dem Rheinland zu stressen.