Bayer muss gegen Mainz zurück in die Spur

Foto: Dimitar Dilkoff/AFP/Getty Images

Bayer 04 Leverkusen gegen den 1. FSV Mainz 05. Oder auch: ein Team in der Krise gegen eine Mannschaft im Höhenflug. Die Vorzeichen vor dem Spiel am Sonntag (15.30 Uhr) könnten unterschiedlicher kaum sein. Für den Werksklub wird das Spiel womöglich einen Schnitt bedeuten.

Der Stuhl von Bayer-Coach Heiko Herrlich wackelt. Daran kann auch das 3:2 in Rasgrad zum Auftakt der Europa League-Gruppenphase am Donnerstag nichts ändern. Der Werksklub will in dieser Saison unbedingt in die Champions League einziehen, hat den Saisonstart mit drei Niederlagen aber komplett in den Sand gesetzt. So steht Herrlich am Sonntag unter besonderer Beobachtung. Von seiner Mannschaft erwartet der Coach gegen Mainz vor allem eins: Einsatz. „Fußball ist in erster Linie ein Kampfspiel. Ich hoffe, dass wir das aus Rasgrad mitnehmen konnten. Gegen Mainz können wir beweisen, dass wir nach wie vor hungrig sind“, hatte Herrlich am Freitag gesagt.

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Mainz 05 hat nach drei Spieltagen sieben Punkte auf dem Konto. Die Rheinhessen sind in guter Form und wollen diese auch in Leverkusen auf den Platz bringen. Zuletzt gelang den „Nullfünfern“ ein 2:1-Erfolg gegen den FC Augsburg. Dabei hatte Mainz nach 82 Minuten plötzlich mit 0:1 zurückgelegen, kam aber noch mal zurück. Mainz-Trainer Sandro Schwarz sieht im schwachen Saisonstart des kommenden Gegners keinen Grund, die Rheinländer zu unterschätzen. „Wir werden sie natürlich nicht daran messen, sondern an ihrer Qualität. Wenn der Schiedsrichter anpfeift, interessiert es niemanden, was in den Spielen davor war“, sagte der Übungsleiter am Freitag. Fehlen wird dem Coach Niko Bungert, der nach seiner Verletzung aus dem Augsburg-Spiel passen muss.

Bayer 04 Leverkusen: Hrádecký – Weiser, Tah, S. Bender, Wendell – Kohr, L. Bender – Volland, Havertz, Brandt – Alario

1. FSV Mainz 05: Müller – Brosinski, Bell, Niakhaté, Aarón – Kunde – Baku, Gbamin – Onisiwo, Quaison – Ujah

Leverkusen muss das Spiel am Sonntag gewinnen, sonst wird die Stimmungslage im Rheinland noch schlechter. Vor allem Coach Herrlich hofft auf einen Erfolg, könnte das Verpassen eines Sieges doch bedeuten, dass er seinen Posten räumen muss. Mainz wird das erst einmal egal sein. Die Rheinhessen werden alles daran setzen, drei Punkte zu holen.