Bayern dreifach, BVB doppelt in der Elf des Spieltags

Zuspiel Pulisic, Abschluss Batshuayi – das war das einfache Rezept von Borussia Dortmund gegen Frankfurt. Beide Offensivspieler verdienten sich damit redliche ihre Nominierung für die Elf des Spieltags. Derweil gleich dreifach vertreten ist am 26. Spieltag der FC Bayern München dank der neuerlichen 6:0-Gala gegen Hamburg.

Torwart: Ralf Fährmann
Nicht immer hatte Ralf Fährmann in den vergangenen Wochen überzeugt, vor allem mit dem einen oder anderen Fehler war der Keeper des FC Schalke 04 zuletzt aufgefallen. Am Freitag allerdings, beim 1:0 gegen den 1. FSV Mainz 05, verdankte es der Tabellenzweite vor allem dem 29-Jährigen, den Dreier eingefahren zu haben. Gegen Suat Serdar und Levin Öztunali hielt Fährmann in der zweiten Halbzeit den Sieg fest.

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Linke Verteidigung: Philipp Max
Wie lange Philipp Max wohl noch für den FC Augsburg spielt? Dank enormen Offensivdrangs spielt sich der Linksverteidiger derzeit auf die Zettel zahlreicher Klubs in ganz Europa. Bereits seine zwölfte Torvorlage gab Max beim 3:1-Sieg des FCA in Hannover, seit Jahrzehnten waren keinem Verteidiger mehr Assists geglückt. Insgesamt legte der 24-Jährige am Samstag sogar gleich fünf Abschlüsse auf.

Innenverteidigung: Jonathan Tah und Miloš Veljković
Kein Vorbeikommen hat es am Samstagabend für Lars Stindl & Co. gegeben. Jonathan Tah nämlich präsentierte sich beim 2:0-Sieg von Bayer 04 Leverkusen gegen Gladbach einmal mehr in glänzender Verfassung. Nur einen einzigen Zweikampf musste der 22-Jährige im Spielverlauf verloren geben. Mit einer Passquote von 90 Prozent glänzte der Nationalspieler zudem im Aufbauspiel. Ebenfalls nahezu fehlerfrei agierte am Montagabend Miloš Veljković beim 3:1-Sieg des SV Werder Bremen gegen Köln. Hinten unterband der 22-Jährige zahlreiche Angriffe der Domstädter, vorne besorgte er nach einer Ecke die Führung der Norddeutschen – es war der erste Treffer Veljkovićs in der Bundesliga überhaupt.

Rechte Verteidigung: Joshua Kimmich
Sonderlich gefordert wurde Joshua Kimmich defensiv nicht von den Hamburgern, daher machte sich der Rechtsverteidiger am Samstag immer wieder auf den Weg nach vorne. Gewohnt spielfreudig zeigte sich Kimmich beim 6:0-Sieg des FC Bayern München, 89 Prozent der Pässe des 23-Jährigen fanden den Weg zum Mitspieler. Das frühe 2:0 durch Robert Lewandowski legte Kimmich auf, kurz vor Schluss holte er zudem den Elfmeter zum Endstand raus.

Defensives Mittelfeld: Naby Keïta
Keinen Vorwurf musste sich Naby Keïta nach dem 0:0 von RB Leipzig gegen Stuttgart machen. Der 23-Jährige nämlich ackerte an allen Ecken des Feldes und hatte bei fast allen Torchancen der Sachsen seine Finger im Spiel. Mehrmals prüfte er dabei VfB-Keeper Ron-Robert Zieler gleich selbst mit Distanzschüssen. Mit 30 Zweikämpfen war der Guineer am Sonntag zudem der fleißigste Arbeiter seines Teams.

Linkes Mittelfeld: Franck Ribéry
Sollte Franck Ribéry den FC Bayern München im Sommer tatsächlich verlassen, wäre es ein herber Verlust für die gesamte Bundesliga. Auch mit 34 Jahren nämlich ist der Franzose noch immer in der Lage, sämtliche Abwehrreihen in ihre Einzelteile zu zerlegen. Mit zahlreichen Dribblings verzückte Ribéry am Samstag die Fans und steuerte letztlich zwei Tore zum 6:0-Sieg gegen Hamburg bei. Die Münchner Bosse werden es sich gut überlegen müssen, ob sie auf den Altmeister wirklich verzichten können.

Rechtes Mittelfeld: Christian Pulisic
Wenn Christian Pulisic den Turbo einschaltete, wurde es für die Frankfurter Hintermannschaft ernst. Angriff um Angriff nämlich inszenierte der Flügelspieler von Borussia Dortmund am Sonntag und stellte die gegnerische Defensive damit vor ernste Probleme. Immer wieder mündeten seine Hereingaben in gefährliche Chancen, die Tore zum 1:0 und 2:1 bereitete der 19-Jährige so vor.

Sturm: Michael Gregoritsch, Robert Lewandowski und Michy Batshuayi
Vier Spiele hatte Michael Gregoritsch nicht getroffen, viermal war der FC Augsburg ohne Sieg geblieben – am Samstag jedoch meldete sich der Österreicher zurück. Beim 3:1 in Hannover traf Gregoritsch gleich doppelt und sammelte damit seine Saisontore Nummer zehn und elf. Dabei leitete er seinen zweiten Treffer im Kombinationsspiel mit Philipp Max sogar noch selbst ein. Gleich dreimal erfolgreich war am Samstag Robert Lewandowski. Beim Münchner 6:0 gegen Hamburg erwischte der Pole einen Blitzstart und traf bereits innerhalb der ersten 20 Minuten doppelt; Treffer Nummer drei legte er schließlich in den Schlussphase vom Punkt nach – nachdem er wenige Minuten zuvor noch einen Elfmeter verschossen hatte. Gerade mal eine halbe Stunde reichte am Sonntag Michy Batshuayi, um sich wieder einmal zum Matchwinner zu machen. Gleich zweimal nämlich antwortete der Dortmunder Leihstürmer binnen weniger Sekunden auf die Ausgleichstreffer Frankfurts – und erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit den umjubelten 3:2-Siegtreffer des BVB.