Bayern-Schreck Lukebakio führt Elf des Spieltags an

Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images

Ein Dreierpack gegen den FC Bayern München, das war mehr als 17 Jahre lang keinem Spieler mehr gelungen. Kein Wunder also, dass Düsseldorfs Dodi Lukebakio dank seiner Gala den Sprung in die Elf des Spieltags geschafft hat. Je zwei Spieler stellen der FC Schalke 04, die TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt.

Torwart: Jiri Pavlenka
Am Ende wurde vor allem Ludwig Augustinsson beim SV Werder Bremen gefeiert, der Schwede schließlich hatte in letzter Minute das 1:1 in Freiburg besorgt. Zuvor aber hatte Jiri Pavlenka den Grundstein zum Punktgewinn gelegt. Der Torwart nämlich verhinderte mehrfach einen höheren Rückstand, gegen Luca Waldschmidt, Jerôme Gondorf und Lucas Höler war er zur Stelle. „Heute war er ein Superman, wir haben ihn wirklich gebraucht“, lobte Augustinsson anschließend den starken Rückhalt. „Er hat einige wirklich wichtige Paraden gemacht, was uns am Ende den Punkt gesichert hat.“

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Innenverteidigung: Jonathan Tah, Nico Elvedi und Makoto Hasebe
Das Aufatmen bei Bayer 04 Leverkusen war deutlich nach dem 2:0-Sieg im Kellerduell gegen Stuttgart. Großen Anteil am wichtigen Erfolg hatte Jonathan Tah, der defensiv stets zur Stelle war, wenn er gebraucht wurde. Mario Gómez und Co. waren vom 22-Jährigen und seinen Nebenleuten völlig abgemeldet. Zudem schaltete sich Tah mit klugen Pässen immer wieder erfolgreich in den Spielaufbau ein. Nicht minder beeindruckend war die Leistung von Nico Elvedi beim 4:1 von Borussia Mönchengladbach gegen Hannover. Herausragend war vor allem die Passquote des 22-Jährigen: 99 Prozent seiner Zuspiele fanden einen Nebenmann. Zudem zeigte sich Elvedi gewohnt abgeklärt in Zweikampfverhalten und Stellungsspiel. Komplettiert wird die Dreierkette durch Makoto Hasebe. Der 34-Jährige ist derzeit der Abwehrchef bei Eintracht Frankfurt und überzeugte auch beim 3:1 gegen Augsburg mit perfektem Stellungsspiel. Lediglich einmal sah Hasebe gegen Michael Gregoritsch und Co. etwas unglücklich aus, ansonsten zeigte er, vor allem in der ersten Halbzeit, eine blitzsaubere Leistung. Mit seinen abgeklärten Leistungen empfiehlt sich der Japaner derzeit für die Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrages.

Defensives Mittelfeld: Kerem Demirbay
Das Spiel war noch keine Minute alt, da stand Kerem Demirbay zum ersten Mal im Blickpunkt: Nach Ablage von Ádám Szalai drückte der 25-Jährige den Ball zur Führung der TSG Hoffenheim über die Linie. Anschließend agierte Demirbay gewohnt präsent im Mittelfeld, seine Flanken sorgten zudem immer wieder für Gefahr. So etwa beim 3:1, als Ermin Bičakčić einen Demirbay-Freistoß über die Linie köpfte. Einziger Wermutstropfen für den Mittelfeldspieler und seine Nebenleute: Am Ende gab es gegen Hertha BSC nur ein 3:3.

Rechtes Mittelfeld: Daniel Caligiuri
Maßgeblichen Anteil hatte Daniel Caligiuri am Höhenflug des FC Schalke 04 in der vergangenen Saison. In der aktuellen Runde dagegen waren die Auftritte des 30-Jährigen bislang durchwachsen – am Samstag jedoch gelang ihm ein herausragendes Spiel. Beim 5:2 liefen fast alle Angriffe über seine rechte Seite. Vier Torschüsse gab Caligiuri selbst ab, zudem legte er sechs Abschlüsse der Mitspieler auf, darunter die Treffer zum 3:1 und 4:2.

Offensives Mittelfeld: Kai Havertz
Die Tore beim 2:0 von Bayern 04 Leverkusen gegen Stuttgart schoss Kevin Volland – der beste Mann auf dem Platz aber war Kai Havertz. Im Mittelfeld bestimmte der 19-Jährige den Rhythmus der „Werkself“ und gab dabei immer wieder die entscheidenden Impulse im Angriff. Kein Wunder also, dass es eine Flanke von Havertz war, die zum Führungstreffer führte.

Linkes Mittelfeld: Andrej Kramarić
Von seiner Offensive dürfte Julian Nagelsmann ein ums andere Mal verzückt sein. Zumindest die Angreifer schließlich hatten beim 3:3 der TSG Hoffenheim gegen Hertha BSC eine gute Leistung abgeliefert. Und zwar allen voran Andrej Kramarić: Der Kroate wirbelte auf seiner linken Seite insbesondere in der ersten Hälfte die Berliner Abwehr nach Belieben durcheinander. Nach langem Ball von Oliver Baumann war Kramarić zum 2:0 erfolgreich, drei weitere Torschüsse feuerte er ab. Eine Großchance kurz vor der Pause ließ der 27-Jährige mit einem missglückten Lupfer allerdings liegen.

Angriff: Steven Skrzybski, Dodi Lukebakio und Sébastien Haller
Ein schöneres Startelfdebüt hätte sich Steven Skrzybski wohl kaum vorstellen können, gleich zweimal war der Angreifer am Samstagabend schließlich erfolgreich und führte den FC Schalke 04 damit zum 5:2-Erfolg gegen Nürnberg. Es sei „ein überragender Tag“ gewesen, sagte Skrzybski anschließend, „dass mir dabei gleich zwei Tore gelungen sind, ist das Sahnehäubchen“. Gleich dreimal erfolgreich war am Samstag Dodi Lukebakio: Der Stürmer von Fortuna Düsseldorf schenkte dem FC Bayern beim 3:3 alle Gegentore ein und sicherte sich damit einen Platz in den Geschichtsbüchern. Nur 18 Spieler trafen bislang in der Bundesliga-Geschichte mindestens dreimal in einem Spiel gegen den Rekordmeister. Lukebakio wandelt auf den Spuren von Legenden wie Lothar Emmerich, Klaus Toppmöller, Klaus Fischer oder Ebbe Sand. Komplettiert wird die Spieltagsauswahl durch Sébastien Haller. Der Franzose traf am Samstag im siebten Spiel in Serie und ist damit maßgeblich für den Höhenflug von Eintracht Frankfurt verantwortlich. Doch nicht nur ob seiner Tore ist Haller einer der entscheidenden Spieler der Hessen. Mit seiner Körperlichkeit dient er immer wieder als wichtige Anspielstation – so auch vor dem ersten Tor beim 3:1 gegen Augsburg. Einen Hasebe-Ball in der ersten Spielminute sicherte Haller ab und leitete ihn weiter auf Jonathan de Guzmán, der den Grundstein zum Eintracht-Sieg legte.