Bayers Angriff kommt ins Stocken

Bayer 04 Leverkusen grüßte noch vor wenigen Wochen vom zweiten Tabellenplatz. Inzwischen sind die Rheinländer etwas abgerutscht. Zwar ist die „Werkself“ noch immer mitten drin im Rennen um die Champions League, die Ergebnisse der letzten Spiele allerdings sind nicht zufriedenstellend.

Nur eine der vergangenen vier Bundesliga-Partien konnte Leverkusen gewinnen. Beim 2:1 in Hamburg allerdings erfreuten sich die Rheinländer auch der Hilfe des Gegners, der die Elf von Trainer Heiko Herrlich mit teils großen individuellen Fehlern zu Toren einlud. In der Schlussphase musste Bayer sogar noch um den Sieg zittern, nachdem André Hahn zum Anschluss getroffen hatte. Immerhin einen Punkt gab es beim 0:0 in Freiburg.

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Beim Blick auf die Zahlen wird schnell deutlich, dass das Problem in der Offensive liegt. Zwar stellt die „Werkself“ mit 43 Treffern hinter dem FC Bayern München (55) und Borussia Dortmund (49) weiterhin den drittbesten Angriff der Liga, in den letzten vier Spielen jedoch schoss Bayer nur zwei Tore – beide beim Sieg in Hamburg. Griff bis vor wenigen Wochen offensiv noch jedes Zahnrad ins andere, so lahmte es im vorderen Drittel zuletzt. Besonders Kevin Volland, der bei zehn Saisontoren steht, hat aktuell Ladehemmungen. Seit sechs Bundesliga-Spielen hat der Stürmer inzwischen nicht mehr eingenetzt.

Abhängigkeit von Leon Bailey zu groß

Zudem scheint es in Leverkusen eine gewisse Abhängigkeit von Leon Bailey zu geben. Der Senkrechtstarter wurde im Saisonverlauf zum wichtigsten Akteur im Bayer-Angriff, zog damit aber die volle Aufmerksamkeit der gegnerischen Verteidiger auf sich. Ist der Jamaikaner aus dem Spiel, so fällt es der „Werkself“ aktuell schwer, auf anderen Wegen zum Torerfolg zu kommen. Im Saisonendspurt wird Bailey allerdings immer weniger Freiheiten bekommen. Herrlich muss seinen Angriff also schleunigst über andere Leistungsträger ins Rollen bekommen, um die Champions League zu erreichen.