Befreiungsschlag gegen Ex-Klub: Weinzierl „unheimlich glücklich“

Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Markus Weinzierl riss nach einem „ganz besonderen Spiel“ beide Arme hoch und verschwand mit einem Lächeln in der Kabine. Das glückliche 1:0 (1:0) ausgerechnet gegen seinen Herzensverein FC Augsburg sorgte beim 43 Jahre alten Trainer des krisengeplagten VfB Stuttgart für große Erleichterung.

„Wir sind alle unheimlich glücklich. Wenn du zu wenig Punkte hast und so unter Druck stehst, tut so ein Sieg richtig gut. Das waren drei wertvolle Punkte für uns und auch für mich“, sagte ein sichtlich zufriedener Weinzierl nach dem Befreiungsschlag – und gab seinen Spielern nach einem „tollen Fight“ zur Belohnung erst einmal zwei Tage frei. Der VfB-Coach gab seinen Spielern um den Torschützen Anastasios Donis aber bei einem Kreis auf dem Platz erst noch eine klare Botschaft mit auf den Weg. „Ich habe ihnen gesagt, dass diese Leidenschaft auch die Basis für die nächsten Spiele sein muss“, berichtete Weinzierl. In den vier Spielen vor Weihnachten müsse die Mannschaft weiter „hamstern und diesen Schwung mitnehmen“.

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Mario Gómez sprach von einem „Entwicklungsschritt“. Der zweite Sieg im sechsten Spiel unter Weinzierl sei „wichtig für unser Selbstvertrauen“, betonte Donis, der mit seinem Treffer in der 39. Minute für Jubelstimmung beim VfB gesorgt hatte. Für den 22 Jahre alte Griechen war es nach schwerer Verletzung (Muskelbündelriss) ein besonderer Moment. Nach 45 Minuten war für den schnellen Offensivspieler, der die Hoffnungen der Schwaben in den kommenden Wochen trägt, allerdings schon wieder Schluss. „Ich hatte keine Kraft mehr. Wir wollten kein Risiko eingehen“, sagte Donis, dessen Selbstvertrauen in seiner zweimonatigen Pause aber nicht gelitten hat: „Ich bin ein wichtiger Spieler. Ich kann Spiele gewinnen und der Mannschaft helfen.“

„Ich hatte kein Feuerwerk erwartet“

Nicht nur der Mannschaft – auch Weinzierl. Der freute sich für seinen Torschützen, aber auch darüber, dass sein Konzept gegen seinen Ex-Klub, den er vier Jahre erfolgreich betreut hatte, aufgegangen war. „Ich hatte kein Feuerwerk erwartet. Aber drei Spieler hinten plus zwei außen in der Fünferkette waren der Garant für den Sieg“, sagte er – und fügte mit Blick auf den FCA an: „Die Augsburger werden schon noch ihre Punkte holen. Wir brauchen sie mehr als sie, deshalb passt das schon.“