Behrens: „Ein bisschen Lehrgeld bezahlt“

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Der 1. FC Nürnberg holte beim 1:1 gegen den 1. FSV Mainz 05 zwar den ersten Punkt nach dem Aufstieg, zahlte aber erneut Lehrgeld. Die Spieler trauerten nach dem Abpfiff den vergebenen Chancen hinterher.

Die Fans feierten ihren FCN, als wäre der Klassenerhalt schon geglückt, Trainer Michael Köllner sprach von einem „Riesenspiel meiner Mannschaft“ – doch das Remis gegen Mainz sorgte bei den Profis des 1. FC Nürnberg für gemischte Gefühle. „Das ist deprimierend und tut weh. Wir können uns zwar nicht viel vorwerfen, aber stehen leider nur mit einem Punkt da“, sagte Tim Leibold. Vor allem in der zweiten Hälfte reihte der klar überlegene Aufsteiger Torchance an Torchance und hatte am Ende 19 Abschlüsse in seiner Bilanz stehen – aber eben auch nur den Ausgleichstreffer von Mikael Ishak (48.), der die Führung durch Jean-Philippe Mateta (25.) egalisiert hatte. „Bei unseren Torchancen müssen wir gewinnen“, betonte Ishak.

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Schon zum Auftakt hatte sich der neunmalige deutsche Meister eine unnötige 0:1-Niederlage bei Hertha BSC eingehandelt – und nun erneut den ersten Erstliga-Sieg seit dem 26. März 2014 (2:0 gegen Stuttgart) verpasst. Man zahle weiter „ein bisschen Lehrgeld“, meinte Kapitän Hanno Behrens. Um die Probleme in der Offensive zu beheben, hatten die Nürnberger kurz vor Transferschluss noch Matheus Pereira von Sporting Lissabon und Virgil Misidjan von Ludogorez Rasgrad verpflichtet. Beide standen gegen Mainz nicht im Kader. Leibold hofft, dass sie sich bis zum Spiel beim SV Werder Bremen am 16. September „schnell integrieren“. Der „Club“ habe zwar Qualität, so der Linksverteidiger, „aber im letzten Drittel fehlt ein bisschen was“.

FSV-Coach Schwarz von den Franken beeindruckt

Dennoch zeigte sich Köllner mit dem ersten Heimauftritt im Oberhaus seit über vier Jahren zufrieden. „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit ein fantastisches Spiel gemacht“, sagte der FCN-Coach. Seine wichtigste Erkenntnis: „Man hat gesehen, dass es geht.“ Sogar sein Mainzer Kollege Sandro Schwarz, dessen Team zum Auftakt 1:0 gegen den VfB Stuttgart gewonnen hatte, war vom Neuling „beeindruckt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit Glück. Nürnberg hat viel Wucht entwickelt.“