Beleidigungs-Debatte: Nagelsmann rudert zurück

Nach der 1:2-Niederlage beim FC Schalke 04 hatte Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann über eine Beleidigung vonseiten des Schiedsrichter-Assistenten Robert Schröder geklagt. Einen Tag später revidierte er seine Aussage.

Das sportliche Tief und die andauernden Spekulationen um seine Zukunft haben Nagelsmann offenbar ziemlich dünnhäutig gemacht. Laut der Bild wurde der Coach am Samstag im Punktspiel bei Schalke 04 in der Hitze des Gefechts vom verletzten Schiedsrichter-Assistenten Schröder „lediglich“ gefragt, ob er einen „Dachschaden“ habe. Dass Nagelsmann daraus den Vorwurf der Beleidigung abgeleitet hat, erscheint vor allem angesichts des Verhaltens vieler Trainer an der Seitenlinie ziemlich übertrieben. Wahrscheinlich ruderte der „Trainer des Jahres“ deshalb bereits am Sonntag zurück. „Am Morgen danach, mit Abstand und Ruhe, ist die Aufregung verflogen und das Thema für mich erledigt. Es wird immer wieder passieren, dass an der Seitenlinie unterschiedliche Meinungen aufeinandertreffen“, erklärte Nagelsmann.

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Weiter sagte der Hoffenheimer Übungsleiter: „Ich wünsche Robert Schröder jetzt vor allem gute und schnelle Genesung. Auf dass er bald wieder an der Seitenlinie stehen kann.“ Der Bild zufolge habe Nagelsmann während der Partie den gerade zu Boden gegangenen Schröder zweimal verbal bedrängt, weil er einen Freistoß für seine Mannschaft haben wollte. Daraufhin reagierte Schröder, der kurz darauf wegen seiner Verletzung ins Krankenhaus musste, ungehalten: „Das erkläre ich doch gerade dem Schiedsrichter. Oder haben Sie einen Dachschaden?“

(sid)