Bittencourt: „Die Länderspielpause kam uns allen entgegen“

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Der Bundesliga-Start der TSG 1899 Hoffenheim verlief trotz Auftaktniederlage beim deutschen Meister FC Bayern München ordentlich, lediglich die lange Verletztenliste macht Sorgen. Neuzugang Leonardo Bittencourt hofft auf Rückkehrer in den nächsten Wochen und sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg.

Nach der etwas unglücklichen 1:3-Niederlage am ersten Spieltag beim FC Bayern sicherte sich die TSG mit einem 3:1-Heimsieg gegen den SC Freiburg die ersten drei Punkte der Saison und konnte so entspannt in die Länderspielpause gehen. Auf dem Platz macht der Vorjahresdritte schon wieder einen guten Eindruck, etliche Ausfälle spielen der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann angesichts des straffen Programms in den kommenden Wochen allerdings nicht gerade in die Karten. Umso wertvoller war das spielfreie Wochenende für die Kraichgauer. „Die Länderspielpause kam sicher allen entgegen. Da wir auch ein paar Verletzte haben, ist es immer gut, wenn wir eine Pause haben und ein paar Spieler zurückkommen können“, sagte Neuzugang Bittencourt in einem Interview auf der Vereinshomepage und ergänzte: „Für die Jungs, die in beiden Partien gespielt haben, war es wichtig, sich nochmal zu erholen, bevor die englischen Wochen losgehen. Und generell tut es immer gut, mal durchschnaufen zu können.“

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Der TSG steht ein echtes Hammerprogramm bevor: Auf das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf (15.30 Uhr) am Samstag folgen sechs Partien in drei Wochen. Unter anderem werden Leistungsträger wie Kerem Demirbay, Nadiem Amiri, Dennis Geiger oder Benjamin Hübner mindestens einen Teil dieser Partien verpassen. „Es ist bitter, dass sich einige Spieler verletzt haben und ich hoffe, dass sie schnell wieder zurück sind, weil nun nach der Länderspielpause viele wichtige Spiele bevorstehen“, meinte Bittencourt, der bislang in allen drei Pflichtspielen in der Startelf stand. Nachdem er in der Vergangenheit meist auf den offensiven Außenbahnen eingesetzt wurde, spielt er unter Nagelsmann im Zentrum – und fühlt sich dort wohl. „Es braucht eine gewisse Zeit, aber ich glaube, dass ich es sehr schnell verinnerlicht habe und denke auch, dass es von Spiel zu Spiel besser wird“, sagte der 24-Jährige.

„Achtelfinale oder Europa League – beides wäre super“

Auch wenn die Belastung hoch wird: Auf die bevorstehenden Aufgaben in der Champions League freut sich Bittencourt bereits. In einer Woche reist die TSG in die Ukraine zu Schachtar Donezk, zwei Wochen später bekommt es der Bundesligist mit dem englischen Meister Manchester City zu tun. „Ich kenne beide Stadien schon und freue mich darauf“, meinte Bittencourt, der mit Borussia Dortmund schon auf Donezk und ManCity getroffen war. Der Mittelfeldakteur rechnet sich durchaus Chancen aus, im internationalen Wettbewerb zu überwintern. „Es ist eine Gruppe, in der man mit etwas Glück vielleicht sogar weiterkommen kann: Achtelfinale oder Europa League – beides wäre super“, sagte er.