Bittencourt freut sich auf die Champions League

Foto: Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images

Leonardo Bittencourt wechselte im Sommer vom 1. FC Köln zur TSG 1899 Hoffenheim. Mit den Kraichgauern hat der Offensivspieler in dieser Saison einiges vor und hofft auch auf eine Einladung zur Nationalmannschaft.

In der kommenden Woche tritt die TSG in der Champions League an. Am Mittwoch um 18.55 Uhr startet die Partie gegen Schachtar Donezk. „Wir stehen vor großen Aufgaben“, wird Bittencourt vom vereinseigenen Magazin Spielfeld zitiert. Seine persönliche Vorfreude auf die Königsklasse ist groß. 2013 hatte er mit Borussia Dortmund das Finale erreicht. „Die Reisen, die unglaubliche, besondere Atmosphäre bei den Spielen, das war ein tolles Jahr. Es ist einfach super, auch die internationalen Stadien kennenzulernen und die Stimmung dort aufzusaugen“, sagte er.

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Das Halbfinale sei dabei „ein absoluter Höhepunkt“ gewesen, „als wir Real Madrid geschlagen haben und Robert Lewandowski vier Tore in einem Spiel erzielt hat. Im Rückspiel wären wir rausgeflogen, wenn Sergio Ramos den Ball am Ende ins Tor und nicht an die Latte köpft. Solche Momente vergisst man nicht. Und natürlich auch nicht das Endspiel, obwohl ich da nicht im Kader war.“ Mit Dortmund traf Bittencourt damals bereits auf die jetzigen Gruppengegner Donezk und Manchester City. Bei den Engländer sei die Atmosphäre dem Angreifer zufolge „nicht so, dass man Angst haben muss“. Es sei „keine Kulisse, die man mit einem deutschen Stadion vergleichen kann. Von daher werden wir uns eher auf das gefasst machen, was auf dem Platz passiert – und da erwartet uns eine sehr große Aufgabe.“

Offensivmann hofft auf Nationalmannschaft

Auch in der Nationalmannschaft will Bittencourt bald den Durchbruch schaffen. „Wenn man in der Jugendnationalmannschaft gespielt und mitbekommen hat, wie schön das ist, möchte man auch in der A-Nationalmannschaft spielen. Ich arbeite jeden Tag dafür, aber mein tägliches Brot ist hier bei der TSG“, sagte der 24-Jährige. Dass man es von Hoffenheim aus zu Bundestrainer Joachim Löw schaffen kann, zeigt der Weg von Nico Schulz, der kürzlich sein Debüt feierte. „Wenn ich in Hoffenheim meine Leistung abrufe, werde ich die Chance eventuell bekommen“, weiß Bittencourt. Für ihn sei es aber wichtig, „dass ich für den Verein gute Leistung bringe und darauf hinarbeite, immer mehr zu erreichen“. Der 24-Jährige besitzt auch einen brasilianischen Pass. Hätte er eine Einladung für beide A-Nationalmannschaften, würde er sich aber für Deutschland entscheiden, sagte er.