Boateng fordert Besserung gegen Schweden

Nationalspieler Jérôme Boateng hat nach dem WM-Fehlstart gegen Mexiko (0:1) eine andere Spielweise und Einstellung in der Partie am kommenden Samstag (20 Uhr) in Sotschi gegen Schweden gefordert. Die DFB-Elf hatte gegen die „El Tri“ viele der Tugenden, die vor vier Jahren zum Titel geführt hatten, vermissen lassen.

„Wir sollten nicht auf Unentschieden spielen. Aber wir sollten auch nicht auf Teufel komm‘ raus alle wieder nach vorne rennen. Wir müssen vor allem zielstrebiger spielen“, sagte Innenverteidiger Boateng am Montag im Interview mit dfb.de. Neben der anfälligen Defensive hatte auch die Offensive über weite Strecken enttäuscht und sich kaum klare Torchancen erarbeiten können. Boateng forderte: „Wir müssen im letzten Drittel mehr ins Risiko gehen, auch wenn man dann mal die Bälle verliert. Wir müssen mehr zum Torabschluss kommen.“

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Der 29-Jährige wünscht sich zudem ein anderes mentales Auftreten als bei der 0:1-Niederlage am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion. „Zumindest teilweise hat uns die Leidenschaft gefehlt. Man kann mal schlecht spielen, solche Tage gibt es. Aber der Kampf muss da sein. Fußball ist immer noch ein Spiel, bei dem sich zwei Mannschaften bekämpfen. Das war gestern in der ersten Halbzeit zu wenig“, sagte Boateng. Die DFB-Auswahl reist bereits am Dienstag nach Sotschi. Eine Niederlage gegen Schweden würde das Vorrunden-Aus besiegeln, falls die Mexikaner zuvor gegen Südkorea zumindest einen Punkt holen.

(sid)