Boateng: „Ich bin nicht zurückgetreten“

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Jérôme Boateng will weiter um einen Platz in der Nationalmannschaft kämpfen. Der Innenverteidiger hatte in den letzten beiden Länderspielen des Jahres gegen Russland (3:0) und die Niederlande (2:2) von Bundestrainer Joachim Löw ein Pause verordnet bekommen.

„Ich bin nicht zurückgetreten“, betonte der Abwehrspieler vom FC Bayern München im Interview mit der Sport Bild. „Jüngere Spieler müssen Einsatzzeiten bekommen, auch auf meiner Position. Aber am Ende setzt sich die Qualität durch.“ Anstelle von Boateng durften sich unter anderem die deutlich jüngeren Niklas Süle (23), Antonio Rüdiger (25) und Matthias Ginter (24) in der Dreier-Abwehrkette beweisen. „Man muss auch konstant spielen, kann nicht als junger Spieler nach ein, zwei guten Partien denken: Jetzt habe ich die Position auf Dauer. Das muss konstant abgerufen werden“, sagte Boateng mit Blick auf seine junge Konkurrenz. „Deshalb spiele ich auch seit Jahren in der Nationalmannschaft und bei Bayern: Ich war konstant und hatte in meiner Karriere wenige Phasen, in denen es nicht so lief.“

- Anzeige -

Bundestrainer Löw hat derweil dem Bremer Shootingstar Maximilian Eggestein Hoffnungen auf eine baldige Nominierung gemacht. „Wir haben ihn in diesem Jahr einige Male gesehen. Er wirkt für sein Alter abgeklärt, ruhig und hat eine gute Spielweise“, sagte Löw. „Wenn wir das Gefühl haben, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werden wir auch ihn bei der Nationalmannschaft sehen.“ Bei den beiden letzten Länderspielen des historisch schlechten WM-Jahres 2018 hatte Löw auf Eggestein noch verzichtet. Der 21-Jährige hat sich mit starken Auftritten beim SV Werder Bremen in den Kreis der Kandidaten gespielt, die beim Neuaufbau der Nationalmannschaft künftig eine Rolle spielen könnten.

„Einen großen Sprung in seiner Entwicklung gemacht“

„Durch seine Einsatzzeiten in der Bundesliga hat er einen großen Sprung in seiner Entwicklung gemacht. Dazu hat er an seiner Effektivität vor dem Tor gearbeitet und so in dieser Saison schon einige Torbeteiligungen gehabt“, lobte U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz, der sich mit Löw auch wegen Eggestein ständig austauscht.