Boëtius freut sich auf die Bundesliga

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Am Dienstag musste Jean-Paul Boëtius noch ein individuelles Programm absolvieren, am Mittwoch soll der jüngste Mainzer Neuzugang dann erstmals mit der Mannschaft trainieren. Der Niederländer freut sich bereits auf seine neuen Teamkollegen und die Bundesliga.

„Ich freue mich auf das erste Training, dass ich die Mannschaft kennenlerne und mich hier zeigen kann“, sagte Boëtius laut Vereinshomepage. Der 24-Jährige wechselte von Feyenoord Rotterdam zum FSV und unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Bei seinem alten Verein hatte er zuletzt mit verweigertem Auslaufen und einer provozierten Gelb-Roten Karte den Unmut der Verantwortlichen auf sich gezogen. „Das war zweimal dumm von mir. Ich muss meinen Job machen und habe niemals zuvor solche Probleme gehabt. Ich habe mich in diesen Momenten zu sehr von meinen Emotionen leiten lassen. Ich habe Fehler gemacht, das passiert, wird sich aber nicht wiederholen“, meinte Boëtius.

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Für den Linksaußen sind die Vorkommnisse aber Vergangenheit: „Jetzt kann ich Bundesliga spielen bei einem sehr guten und großen Verein.“ Für Trainer Sandro Schwarz ist diese Vorgeschichte ebenfalls nicht relevant. „Wir haben nullkommanull Bedenken, dass er sich nicht in die Gruppe integriert. Jean-Paul hat eine gute Ausstrahlung, ist ein offener Typ und hat eine gewisse Qualität, die wir brauchen. Alles ist in Ordnung. Dazu kommt, dass er im Leistungstest sehr gute Ausdauerwerte gezeigt hat und voll im Saft steht“, schwärmte der Übungsleiter. Der niederländische Nationalspieler hatte für Feyenoord die komplette Vorbereitung bestritten.

Niederländer passt ins Anforderungsprofil

Boëtius passt perfekt in das Mainzer Anforderungsprofil. „Für uns war es klar, dass wir noch das Profil eines offensiven Bahnspielers brauchen, der eine sehr gute fußballerische Qualität, aber auch Geschwindigkeit hat und der mutig in Eins-gegen-eins-Situationen geht“, sagte Schwarz. „Mir war schnell klar, dass wir uns um diesen Spieler bemühen sollten. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Er ist primär ein Linksaußen mit einem rechten Fuß, der aber auch im 4-4-2 hängende Spitze spielen kann. Ich glaube, dass wir da jetzt gut besetzt sind in diesem Bereich. Ein Kriterium war auch, dass Jean-Paul sehr gut deutsch spricht.“ Ob Boëtius bereits am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Nürnberg an Bord sein wird, entscheidet sich im Laufe der Trainingswoche.

Der Offensivspieler selbst präsentierte sich demütig. „Ich will immer meinen Job machen, defensiv wie offensiv. Ich liebe alles im Spiel und mache, was der Coach verlangt“, sagte Boëtius. Die intensive Arbeit gegen den Ball sei für ihn kein Problem. „Das ist nicht neu für mich. In Holland ist das ebenfalls normal, nur die Intensität, die ist in Deutschland wesentlich höher. Es ist schwerer“, meinte der Flügelstürmer. Davon lässt er sich aber nicht einschüchtern, schließlich hat er sich bereits Ziele gesteckt: „Ich fokussiere mich jetzt komplett auf Mainz 05. Ich will immer besser und hier Stammspieler werden. Das ist meine Priorität.“

Länderspielpause: Neuer Rasen und Testspiel

Der 1. FSV Mainz 05 verkündete des Weiteren am Dienstag, die Zeit rund um das Auswärtsspiel in Nürnberg und die anschließende Länderspielpause dazu zu nutzen, einen neuen Rasen in der Opel Arena zu verlegen. Bereits am vergangenen Sonntag beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:0) hatte das Mainzer Grün arg mitgenommen ausgesehen. Grund dafür war die anhaltende Hitzeperiode in diesem Sommer. Außerdem absolvieren die 05er am 6. September ein Testspiel bei der TuS Koblenz. Die Einnahmen werden allesamt dem insolventen Oberligisten zugutekommen.