Breitenreiter fordert: „Niemals in Aktionismus verfallen“

Hannover 96 muss erstmals in dieser Saison eine sportliche Krise bewältigen. Trainer André Breitenreiter stärkt seinem Team nach der dritten Pleite in Serie, dem 1:3 gegen den FC Augsburg, den Rücken, äußert aber auch Kritik.

Nur ein Sieg gelang Hannover in den vergangenen acht Spielen, von Platz sieben sind die Niedersachsen mittlerweile auf Rang zwölf abgerutscht. Auch wenn das Polster auf den Relegationsplatz weiterhin komfortable sieben Punkte beträgt, will Trainer Breitenreiter den jüngsten Negativtrend nicht verharmlosen. „Am Abstand hat sich ja nichts geändert, der ist ja immer noch gleich, aber das dürfen wir auch nicht schönreden – das haben wir aber auch die ganze Zeit nicht getan, sondern wir haben die Spiele hinterher immer kritisch analysiert“, betonte er im Interview auf der Vereinshomepage und haderte: „Wir haben es in den letzten Wochen einfach verpasst, die entscheidenden Schritte zu gehen.“

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Gegen Augsburg enttäuschten die Niedersachsen vor allem im ersten Durchgang, wie in der Vorwoche in Frankfurt (0:1) fehlten offensiv Ideen und Durchschlagskraft. „Wir haben alles versucht. Die Augsburger haben aggressiv und gegen den Mann verteidigt. Und so kamen unsere Spitzen halt nicht zum leichten Torabschluss“, analysierte Breitenreiter die fehlende Torgefahr gegen die Fuggerstädter.

Breitenreiter will „nicht den Stab über der Mannschaft brechen“

Der 44-Jährige warnte davor, Generalkritik zu üben. „Letztendlich ist es unheimlich wichtig, in dieser Situation nicht den Stab über der Mannschaft zu brechen. Dazu besteht überhaupt gar kein Grund“, stellte Breitenreiter klar und führte aus: „Die Jungs haben heute auch alles gegeben, alles versucht, aber der Gegner war einfach besser. Dann gilt es, niemals in Aktionismus zu verfallen, sondern einen kühlen Kopf zu bewahren und gelassen zu bleiben.“

Vor der schwierigen Auswärtspartie bei Borussia Dortmund am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) forderte der 96-Coach auch mit Blick auf den fulminanten 4:2-Heimsieg im Hinspiel: „In Dortmund geht es darum, als Team zu bestehen. Wir haben im Hinspiel gezeigt, dass wir den Gegner schlagen können – das wird in Dortmund nicht leichter, aber unmöglich ist es nicht.“