Breitenreiter will sich auf das Sportliche konzentrieren

Hannover 96 reist am Wochenende zu Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr). Mit einem Sieg gegen die Hessen könnten die Niedersachsen nochmal Europapokal-Luft schnuppern. Die Stimmung bei 96 bleibt jedoch angespannt.

Gegen Gladbach (0:1) am vergangenen Wochenende kippte die Ge­müts­la­ge wieder ins Negative. Teile der Ultras stimmten „Kind muss weg“-Rufe an, verunglimpfende Plakate gegen Reporter wurden präsentiert. Die Szene ist gespaltener denn je, die Stimmung im Stadion hochentzündlich – ein Zustand, der sich mittlerweile auch auf die Mannschaft niederschlägt. „Wir alle haben gesehen, wie die Stimmung war“, sagte Trainer André Breitenreiter am Donnerstag. „Wichtig ist einfach zu sagen, dass wir sehen, dass es überhaupt nicht ums Sportliche geht. Und deswegen habe ich, ganz ehrlich, überhaupt gar keinen Bock, mich hier heute mit anderen Themen zu beschäftigen außer dem Sport.“

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Mit Blick auf die Partie gegen Frankfurt stehen hinter Felix Klaus und Sebastian Maier noch Fragezeichen. Salif Sané fehlt zudem gelbgesperrt. Michael Esser (nach überstandener Grippe), Pirmin Schwegler und Oliver Sorg (beide leichte Blessuren) hingegen werden am Wochenende zur Verfügung stehen. Die Entwicklung von Eintracht Frankfurt unter Niko Kovač sei „sehr beeindruckend“, berichtete Breitenreiter. „Sie sind sehr gierig und sehr bissig und gehen ihren Weg weiter.“ Deshalb brauche 96 „eine große Mentalität“, um in Kombination mit Mut und Selbstvertrauen die Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Heldt: „Ich möchte gerne meinen Job hier gut machen“

Sportdirektor Horst Heldt kündigte derweil an, dass die schwierige Situation mit den Fans gelöst werden müsse. „Es ist komplex und nicht einfach und es gibt kein Patentrezept, das man einfach aus der Schublade holen kann“, erklärte er. „Man muss sich aber der Situation stellen und versuchen, die Aufgabe zu lösen. Und das haben wir auch vor.“ Angesprochen auf die Spekulationen, dass der Hamburger SV um die Dienste des Verantwortlichen werbe, sagte er: „Ich kann dazu nichts sagen, weil mir davon nichts bekannt ist und weil ich gerade auch andere Themen habe, die viel wichtiger sind und die es zu regeln gilt. Ich möchte gerne meinen Job hier gut machen – das ist mein vordringliches Ziel.“