Bremen feiert Heimerfolg gegen Wolfsburg

Foto: Cathrin Mueller/Bongarts/Getty Images

Der SV Werder Bremen ist zurück in der Erfolgsspur: Gegen den VfL Wolfsburg fuhren die Norddeutschen am Freitagabend einen 2:0 (1:0)-Heimerfolg ein und sprangen in der Tabelle vorerst auf den zweiten Tabellenplatz – punktgleich mit Borussia Dortmund an der Spitze.

Werder-Coach Florian Kohfeldt wechselte im Vergleich zum 1:2 beim VfB Stuttgart auf zwei Positionen: Sebastian Langkamp und Florian Kainz ersetzten Miloš Veljković (Gelb-Rot-Sperre) und Nuri Şahin. VfL-Trainer Bruno Labbadia griff gemessen am 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach zu lediglich einer Veränderung: Für den verletzten Ignacio Camacho (Adduktorenprobleme) spielte Marcel Tisserand von Beginn an.

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Beide Mannschaften kamen am Freitagabend nur schleppend in die Partie. William holte für den VfL zwar früh eine erste Ecke heraus, gefährlich wurde diese aber nicht (5.). Nichtsdestotrotz waren es die Gäste, die besser starteten. Die erste Großchance gab es nach zwölf Minuten, als Jérôme Roussillon den Ball in die Mitte brachte, und Niklas Moisander diesen an den Pfosten des eigenen Kastens setzte (12.). Werder gelang es noch nicht, offensiv gefährlich zu werden. Wolfsburg schaffte es, Davy Klaassen und Maximilian Eggestein aus der Partie zu nehmen. So mangelte es den Bremern an Kreativität im Spielaufbau. Nach knapp einer halben Stunde missriet ein Rückpass von Maximilian Arnold, doch Koen Casteels rettete vor Max Kruse (28.).

Wolfsburg fehlt die Durchschlagskraft

Wenig später ging Werder in Führung: Theodor Gebre Selassie brachte den Ball in die Mitte, wo er von Robin Knoche aus vor die Füße von Klaassen sprang. Der Niederländer netzte mit einem wuchtigen Flachschuss ein (35.). Obwohl die Hausherren in dieser Phase etwas aktiver geworden waren, kam das Tor überraschend. Nach der Führung baute Bremen seine Feldvorteile aber weiter aus. Die Bewegung ohne Ball funktionierte deutlich besser, folglich war auch das Werderaner Spiel flüssiger. So war die Führung der Kohfeldt-Elf zur Halbzeit letztlich nicht unverdient.

Abschluss Nummer eins nach Wiederanpfiff gehörte den Gästen. Der Versuch von Arnold stellte Jiri Pavlenka aber nicht vor Probleme (52.). Bremen kam etwas passiv aus der Kabine, sodass der VfL wieder besser in die Partie fand. Chancen erspielten sich die „Wölfe“ zunächst aber nicht. So reagierte Labbadia und brachte Daniel Ginczek für Yunus Malli (59.). Werder spielte mit dem Feuer. Zwar lagen die Norddeutschen weiter in Front, die dünne Führung allerdings war kein allzu gemütliches Ruhekissen. Zeitgleich aber bekamen die Gäste nicht viel auf die Kette. Maximilian Eggestein ließ die Vorentscheidung pro Bremen liegen, als er Yūya Ōsako übersah und selber abzog. Sein Versuch wurde geblockt (77.). Der eingewechselte Johannes Eggestein machte nur drei Minuten nachdem er den Platz betrat aber alles klar. Vorbereitet vom ebenfalls von der Bank gekommenen Claudio Pizarro erzielte er den 2:0-Endstand (86.).