Bringt Pulisic die nächste Riesensumme?

Foto: Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Christian Pulisic gilt als eines der größten Talente im Kader von Bundesligist Borussia Dortmund. So unverkäuflich wie er einst schien, ist der US-amerikanische Angreifer aktuell aber offenbar nicht mehr.

Erst im Sommer des vergangenen Jahres verkaufte der BVB eines seiner Offensivtalente und machte damit einen unfassbaren Transfergewinn. Für weit über 100 Millionen Euro wechselte der Franzose Ousmane Dembélé zum FC Barcelona. Zwar ließ Schwarz-Gelb den Angreifer nicht ganz freiwillig ziehen, im Endeffekt aber lacht sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke wohl noch heute ins Fäustchen. Denn so wie er auch in Dortmund immer wieder durch Undiszipliniertheiten aufgefallen war, macht Dembélé auch bei den Katalanen Probleme und sorgt für Unruhe. An seine Leistungsgrenze kommt er dabei nicht.

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Pulisic hat ähnliche Anlagen wie Dembélé. Er ist schnell, er kann gut dribbeln und er weiß mit einer trickreichen Spielweise zu überzeugen. Trotz seiner erst 20 Jahre hat der US-Amerikaner den Durchbruch beim BVB schon längst geschafft. So absolvierte er beispielsweise in der vergangenen Saison 42 Pflichtspiele, in denen ihm fünf Tore und zudem sieben Vorlagen gelangen. Auch in der Spielzeit zuvor (2016/17) gehörte Pulisic regelmäßig zum Dortmunder Aufgebot (43 Einsätze, fünf Tore und 13 Vorlagen). Der Marktwert des Rechtsaußen wird inzwischen auf 45 Millionen Euro taxiert.

Großes Interesse aus England

Eine Summe, die vor allem englische Vereine wohl ohne Probleme zahlen könnten. Und Pulisic machte zuletzt kein Geheimnis daraus, dass ihn ein Engagement in der Premier League durchaus reizen würde. Pünktlich dazu meldeten mehrere Medien, der FC Chelsea habe großes Interesse an einer Verpflichtung des 20-Jährigen. Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc allerdings entgegnete, dass der BVB „mindestens bis zum Saisonende“ mit Pulisic plane. Ob Trainer Lucien Favre das tut, ist allerdings nicht ganz klar. Denn in der laufenden Saison ist der US-Amerikaner zumeist nur Joker. So könnten Zorcs Aussagen womöglich nur die ersten Schritte in einem bevorstehenden Transferpoker sein.