Bürki peilt baldige Vertragsverlängerung an

Nicht immer unumstritten war Roman Bürki seit seinem Wechsel zu Borussia Dortmund. Dennoch peilt der Keeper eine baldige Vertragsverlängerung beim BVB an – und hat nun bestätigt, dass die Gespräche bereits laufen.

„Es gibt Gespräche, natürlich. Ich kann mir nichts Besseres vorstellen, als hier zu spielen. Ich fühle mich sehr wohl in dieser Umgebung und ich glaube, dass es bald eine Entscheidung geben wird“, erklärte Bürki im Interview der Reviersport. Dabei sei die Entscheidung, seinen 2019 auslaufenden Vertrag vorzeitig zu verlängern, unabhängig von potenziellen weiteren Verpflichtungen für die Position des Torwarts. „An meiner Einstellung wird die Entscheidung, ob eine klare Nummer 2 geholt wird oder einer, der um den Platz im Tor kämpft, nichts ändern“, stellte der Schweizer klar.

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Derzeit schließlich hat Bürki gut lachen. Mit erst zwei Gegentoren nach sieben Spielen führt der 26-Jährige die beste Defensive der Liga an – und der BVB die Bundesliga. „Wir bringen immer unsere Leistung und gewinnen auch mal ein Spiel über Mentalität. So ein Spiel wie in Augsburg musst du gewinnen, um am Ende ganz oben zu stehen“, erklärte Bürki das Erfolgsrezept. Dabei sei auch die aggressive Arbeit in der Defensive ein wichtiger Faktor: „Wir sind sehr mutig in der Verteidigung und stehen sehr hoch. Viele Gegenangriffe verhindern wir schon, bevor sie richtig entstehen. Und ich versuche auch, so hoch wie möglich zu stehen, falls mal ein Pass in die Tiefe kommt. Und alles, was aufs Tor kommt, versuche ich zu parieren. Im Moment klappt all das zusammen sehr gut.“

„Komme mit Kritik klar“

In der Champions League allerdings sah das in dieser Saison bislang noch nicht so gut aus. Dabei räumte Bürki durchaus ein, bei „ein paar Toren in der Champions League nicht hundertprozentig gut ausgesehen“ zu haben. Dabei aber müsse man stets das Gesamtbild sehen: „Ich denke, dass ich mehr Positives für die Mannschaft geleistet habe als ihr zu schaden. Es ist das Los des Torhüters, in einer einzigen Sekunde zum Buhmann werden zu können – und damit komme ich klar.“

Zudem sprach Bürki darüber, dass er in Dortmund seit seinem Wechsel aus Freiburg vor zwei Jahren stets besonders kritisch beäugt werde. „Ginge es nach manchen Leuten, hätte es beim BVB schon dreimal einen Torwartwechsel geben müssen“, sagte er zu manch überzogener Kritik. „Ich bin ein sehr selbstkritischer Mensch und setze mich mit meinen Fehlern intensiv auseinander. Aber was da manchmal steht, ist hanebüchen. Ich nehme es mit Humor. Wichtig ist für mich nur, wie ich intern bewertet werde. Und da spüre ich Vertrauen und Rückendeckung.“