Bürki verdankt seinem Vater seine Karriere

Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Roman Bürki hütet inzwischen seit drei Jahren das Tor von Borussia Dortmund. Seine Ausbildung genoss der Schweizer von 2005 bis 2013 bei den Young Boys Bern. Dazu allerdings wäre es beinahe nicht gekommen.

Zwei Stunden vor seinem Probetraining bei den Schweizern habe er dieses absagen wollen. „Nein, ich gehe da nicht hin“, habe Bürki gesagt, wie er bei Eurosport verriet. Er habe Angst gehabt, wieder zu versagen. Denn zuvor war er beim FC Thun nicht genommen worden. Er sei „so verunsichert“ gewesen, erklärte der Schweizer. „Ich war einfach enttäuscht, dass es bei einem Klub nicht geklappt hat, und dann kommt Young Boys Bern, ein vermeintlich noch größerer Klub als der FC Thun. Ich war so down damals, so enttäuscht auch von mir selber, weil ich mir immer sehr viel Druck mache“, meinte er.

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Aus Angst davor, erneut eine Absage zu bekommen, habe er das Probetraining in Bern dann einfach verstreichen lassen wollen. Aber: „Mein Vater hat mich richtig gezwungen, dort hinzugehen – und das hat schlussendlich meine Karriere gerettet.“ Er habe seine Profi-Laufbahn dem Papa zu verdanken. Noch heute nimmt Bürki regelmäßig einen Mentaltrainer zur Hilfe. „Für mich ist das überhaupt kein Tabuthema. Ich habe schon angefangen, als ich 16, 17 war. Damals wusste ich eigentlich überhaupt nicht viel darüber, aber ich habe gedacht: Schaden kann’s bestimmt nicht“, sagte er und ergänzte: „Jede Kleinigkeit, die hilft, sollte man als Spieler in Anspruch nehmen, man will ja so konstant wie möglich Leistung bringen. Ich habe den Mentaltrainer schon von klein auf gebraucht, und das ist auch weiterhin so.“