Bungert: Sofort im gewohnten Umfeld

Foto: Adam Pretty/Bongarts/Getty Images

Vor mehr als 365 Tage stand Innenverteidiger Niko Bungert das letzte Mal für den 1. FSV Mainz 05 auf dem Platz. Anhaltende Verletzungsprobleme zwangen den 31-Jährigen wiederholt in die Rolle des Zuschauers. Am vergangenen Wochenende feierte der „Capitano“ beim Auswärtsspiel in Nürnberg (1:1) schließlich sein Comeback.

Ein Jahr, drei Monate und zwölf Tage war es her, dass die Fans von Mainz 05 ihren Kapitän in Aktion auf dem Feld sehen konnten. Damals setzte es beim 1. FC Köln eine 0:2-Niederlage. Fortan plagten den 31-Jährigen pausenlos muskuläre Probleme und zwangen ihn, das Geschehen von der Tribüne aus zu beobachten. Diese Leidenszeit endete für Bungert beim Auswärtsspiel in Nürnberg am vergangenen Wochenende. Zunächst auf der Bank verweilend, wurde er zur zweiten Halbzeit eingewechselt, da Neuzugang Moussa Niakhaté kurz vor einem Platzverweis stand. „Ich war schon glücklich und euphorisch, als ich gehört habe, ich komme rein“, erzählte Bungert, der von Stefan Bell die Kapitänsbinde erhalten hatte, laut Vereinshomepage.

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Nach dem Seitenwechsel drehten die Nürnberger direkt auf. „Ich hatte gleich ordentlich was zu tun. Eine Angriffswelle nach der anderen, ein Zweikampf nach dem anderen, da war ich gleich im gewohnten Umfeld drin“, sagte Bungert. Es dauerte nicht lange, da hatten die Mainzer bereits das Nachsehen, als Mikael Ishak nur drei Minuten nach Wiederanpfiff das 1:1 erzielte. „Die haben auf einmal angefangen, Fußball zu spielen. Sie haben sich um 180 Grad gedreht, von da an ist es uns schwergefallen“, meinte Bungert. Es blieb bei einem Gegentor. Aber noch wichtiger aus Mainzer Sicht: Bungert blieb unverletzt.