BVB empfängt Augsburg vor verkleinerter Kulisse

Für Borussia Dortmund steht am ungewohnten Montagabend (20.30 Uhr) das Heimspiel gegen den FC Augsburg an. Nach dem Achtelfinal-Einzug in der Europa League will Schwarz-Gelb in der Bundesliga das nächste Erfolgserlebnis folgen lassen. Verzichten muss der BVB auf einen Teil der Fans.

Sie liest sich gut, Peter Stögers Bilanz als Trainer der Borussen. Nur eines der elf Pflichtspiele unter dem Österreicher ging verloren. Damals zog Dortmund beim FC Bayern München im Pokal mit 1:2 den Kürzeren. Insgesamt ist der BVB wettbewerbsübergreifend nun seit acht Spielen ungeschlagen (vier Siege, vier Remis). Für die Westfalen immer ein wichtiger Faktor ist die Unterstützung der Fans. Diese wird es gegen Augsburg allerdings nur in reduzierter Form geben. Einige Anhänger boykottieren das Aufeinandertreffen aufgrund des Anstoßtermins. Das bedeutet eine spärlich besetzte Südtribüne, kaum Fangesänge und keine Choreographie. Trainer Peter Stöger unterstrich im Vorfeld sein Verständnis, hofft aber dennoch auf lautstarke Anhänger. Personell wird die größte Frage sein, ob Marco Reus von Beginn an spielt. „Wenn jemand wie Marco acht Monate nicht gespielt hat, muss man vorsichtig sein, wann genau er Einsatzzeiten bekommt“, erklärte Stöger.

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Einen Boykott der Fans wird es auch aufseiten der Fuggerstädter geben. Manuel Baum nahm diese Tatsache auf der Pressekonferenz am Freitag aber gelassen: „Für mich ist es unerheblich, ob da ein paar mehr oder weniger Zuschauer da sind“, sagte der Trainer des FCA. Augsburg konzentriert sich auf sich und die eigenen Leistungen, und diese waren im Verlauf der Saison vielversprechend. Die jüngsten beiden Bundesliga-Spiele allerdings verloren die Schwaben. In Leipzig gab es ein 0:2, gegen den VfB Stuttgart ein 0:1. So wird es in Dortmund Zeit für ein Erfolgserlebnis. Ein solches einfahren muss Augsburg allerdings ohne den Kapitän. Durch die Gelbsperre von Daniel Baier fehlen den Schwaben beim Spiel am Montag beim BVB alle drei Spielführer.

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Sokratis, Akanji, Schmelzer – Weigl, Castro – Götze, Reus, Schürrle – Batshuayi

FC Augsburg: Hitz – Framberger, Danso, Hinteregger, Max – Khedira, Moravek – Heller, Koo, Caiuby – Gregoritsch

Auf dem Papier ist der BVB sicher der Favorit. Augsburg allerdings spielt eine starke Saison und kann auch Dortmund vor Probleme stellen. Der Ausfall von Alfreð Finnbogason macht sich bei den Fuggerstädtern jedoch deutlich bemerkbar. Die Offensive der bayerischen Schwaben ist merklich dezimiert.