BVB will in Hannover nachlegen

Foto: Maja Hitij/Bongarts/Getty Images

Zum Auftakt des 2. Spieltags der Fußball-Bundesliga empfängt Hannover 96 am Freitagabend (20.30 Uhr) Borussia Dortmund. Die Partie verspricht Tore, denn keines der 52 bisherigen Duelle zwischen den Niedersachsen und dem BVB endete torlos.

Hannover startete mit einem 1:1 beim SV Werder Bremen in die neue Saison. Hauptdarsteller im Spiel an der Weser war Hendrik Weydandt, der in seinem ersten Bundesliga-Spiel gleich seinen ersten Treffer markierte und damit sein persönliches Märchen weiterschrieb. Schon im DFB-Pokal beim 6:0 in Karlsruhe hatte der Angreifer doppelt getroffen. Gegen Dortmund wird Weydandt voraussichtlich aber erst mal wieder auf der Bank Platz nehmen. Trainer André Breitenreiter geht selbstbewusst ins Spiel gegen Schwarz-Gelb. „Wir freuen uns darauf, dem Tabellenführer mit hoher Qualität Paroli zu bieten“, sagte der Ex-Schalke-Coach am Donnerstag. Der 44-Jährige sprach von einer „großen Herausforderung“, die Hannover wohl ohne Pirmin Schwegler (Gesäßmuskelzerrung) bewältigen muss. Der Einsatz des Mittelfeldspielers war am Donnerstagabend noch fraglich.

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Die Borussia reist als Tabellenführer und mit viel Selbstvertrauen nach Niedersachsen. Das 4:1 gegen RB Leipzig war zwar besonders im ersten Abschnitt keine Gala, der deutliche Erfolg gibt den Westfalen aber Rückenwind für die kommenden Aufgaben. Vier eigene Treffer tun der BVB-Seele gut, schließlich war die Chancenverwertung beim 2:1-Sieg nach Verlängerung im Pokal bei der SpVgg Greuther Fürth erneut schwach. Paco Alcácer, der unter der Woche leihweise vom FC Barcelona verpflichtet wurde, soll helfen, in der Offensive noch erfolgreicher zu sein. Gegen Hannover ist er aber noch nicht dabei. Trainer Lucien Favre, der auch auf Christian Pulisic verzichten muss, weiß um die Stärken des kommenden Gegners: „Hannover hat gut gespielt in Bremen, sehr kompakt, sie sind sehr schwer zu bespielen.“ Für Jacob Bruun Larsen (Fußverletzung) kommt die Partie noch zu früh.

Hannover 96: Esser – Sorg, Anton, Wimmer, Ostrzolek – Schwegler, Walace – Bebou, Haraguchi – Asano, Füllkrug

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Diallo, Schmelzer – Dahoud, Witsel, Delaney – Sancho, Philipp, Reus

Der BVB geht am Freitagabend als Favorit in die Partie. Individuell ist die Borussia deutlich besser besetzt und auch der erste Bundesliga-Spieltag spricht für die Westfalen. Hannover zeigte in den letzten Spielen gegen Dortmund aber immer wieder, dass eine Überraschung durchaus im Bereich des Möglichen liegt.