CD Leganés: Mit Effizienz und Stabilität auf Rang sieben

In La Liga lag der Fokus in den letzten Jahren in der Regel auf dem FC Barcelona, Real Madrid oder Atlético Madrid. Doch in diesem Jahr konnte der FC Valencia die Phalanx der drei großen Klubs durchbrechen und gilt als die Überraschung der laufenden Saison. Aber auch andernorts macht ein kleiner Verein auf sich aufmerksam.

Der Club Deportivo Leganés grüßt derzeit von Platz sieben der Tabelle. Nur die bereits erwähnten Vereine sowie Sevilla und Villarreal haben bislang mehr Punkte gesammelt als der Verein aus der Nähe von Madrid. Und das, obwohl Leganés in der abgelaufenen Spielzeit zum ersten Mal überhaupt in der ersten spanischen Liga agierte und nur knapp den sofortigen Wiederabstieg vermeiden konnte. Umso verblüffender erscheint die Art und Weise wie das Team in dieser Saison auftritt und sich dadurch schon zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge erarbeitet hat.

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Das Erfolgsgeheimnis der Blau-Weißen ist die Effizienz. Keinen der sechs Ligasiege feierte die Mannschaft mit mehr als zwei Treffern Unterschied. Die Tordifferenz ist dabei mit 12:13 sogar negativ. Das Prunkstück des Teams von Trainer Asier Garitano ist eindeutig die Defensive. Mit nur 13 kassierten Treffern stellt Leganés die viertbeste Abwehr Spaniens. Nur zwölf erzielte Tore bedeuten allerdings auch unteres Ligadrittel. Der Fokus liegt also auf der Vermeidung von Gegentoren. Fünf der sechs Saisonsiege gelangen dem Tabellensiebten zu Null. Die Verantwortung wird dabei auf viele verschiedene Schultern verteilt. Gleich acht Abwehrspieler haben fünf oder mehr Saisonspiele absolviert, dabei aber keiner mehr als zwölf.

15 Sommer-Neuzugänge haben sich schnell eingefügt

Obwohl die Defensive der besser funktionierende Mannschaftsteil ist, sind die international bekanntesten Spieler des CD Offensivakteure. Nordin Amrabat, Nabil El Zhar und Claudio Beauvue sind Namen, die Kennern des europäischen Fußballs möglicherweise ein Begriff sind. Die torgefährlichsten Profis bei Leganés sind aber andere. Der Brasilianer Gabriel und der polnische Flügelstürmer Alexander Szymanowski verzeichnen mit je vier Scorerpunkten den teaminternen Topwert. Dass die Mannschaft sich bereits so früh in der Saison gefunden hat, ist angesichts der Transferperiode im Sommer verwunderlich. 15 Neuzugänge verstärkten das Team und mussten sich ins Gefüge integrieren. Dazu mussten einige Abgänge verkraftet werden.

Die Erwartungshaltung in Leganés war dementsprechend vor Saisonstart nicht allzu hoch. Der CD hat kaum Erfahrung in der ersten Liga, einen zusammengewürfelten Kader und das zweitkleinste Stadion der spanischen Eliteklasse. Und dennoch schaffte es Trainer Garitano, der den Verein bereits 2013 in der dritten Liga übernommen hatte, eine schlagkräftige Truppe zu formen, die zuletzt am Wochenende sogar den FC Villarreal mit 3:1 bezwang. Fortsetzung folgt.