Da Costa köpft die Eintracht auf Rang drei

Eintracht Frankfurt ist zurück in der Erfolgsspur: Dank eines Treffers von Danny da Costa setzten sich die Hessen am Samstagnachmittag mit 1:0 (1:0) gegen Hannover 96 durch und eroberten Rang drei.

Wie bereits in der Vorwoche beim 0:1 gegen Stuttgart musste die Eintracht zunächst auf zwei Leistungsträger verzichten: Omar Mascarell stand aufgrund einer Fußverletzung nicht im Kader, Kevin-Prince Boateng kehrte nach Gelbsperre zurück, saß aufgrund einer Blessur eingangs aber nur auf der Bank. Zudem nahm Frankfurt-Coach Niko Kovač zwei Wechsel vor: Gelson Fernandes und Jonathan de Guzmán ersetzten Marco Russ und Mijat Gaćinović. Gleich vier Veränderungen im Vergleich zum 0:1 gegen Gladbach gab es bei Hannover. Den gelbgesperrten Salif Sané ersetzte Felipe, zudem starteten Oliver Sorg, Marvin Bakalorz und Martin Harnik für Josip Elez, Felix Klaus und Ihlas Bebou.

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Durchaus ungewöhnlich besetzt war die Mittelfeldzentrale der Eintracht mit Fernandes, de Guzmán und Marius Wolf, vieles blieb bei den Hessen in der Anfangsphase dann auch Stückwerk. Zwar präsentierten sich die Hausherren etwas spielfreudiger, immer wieder erstickten Fehlpässe im Aufbauspiel aber eine mögliche Torgefahr. Daher reichte es nur zu kleineren Gelegenheiten durch Ante Rebić (6.) und da Costa (13.).

Da Costa trifft nach einer Ecke

Hannover allerdings hatte es zunächst überhaupt nicht im Sinn, aus diesem Umstand Kapital zu schlagen. Vor allem auf eine stabile Defensive bedacht waren die Niedersachsen in der kompletten Halbzeit, lediglich bei einem Konter über Harnik blitzte mal etwas Torgefahr auf (16.). Beiderseitiges Beäugen war angesagt, Angriffe endeten weit vor den jeweiligen Strafräumen. Ein Standard allerdings brachte doch noch die Führung: De Guzmán brachte eine Ecke nach innen, wo da Costa das 1:0 köpfte (39.).

Jeweils einen Wechsel nahmen die Trainer zur zweiten Hälfte vor: Während bei der Eintracht Russ für Simon Falette kam, wurde bei Hannover Matthias Ostrzolek durch Miiko Albornoz ersetzt. Die effektivere Kabinenansprache schien Kovač gehalten zu haben. Seine Frankfurter nämlich übten nach Wiederanpfiff direkt Druck aus. Nachdem ein Da-Costa-Zuspiel auf Sébastien Haller noch von Sorg abgefangen wurde (50.), vergab de Guzmán wenig später die große Chance aufs 2:0 (53.).

Haller verpasst die Vorentscheidung

Erst nach knapp einer Stunde wurde Hannover offensiv etwas präsenter. Ein zunächst gegebener Strafstoß nach vermeintlichem Foul da Costas an Albornoz wurde allerdings nach Intervention des Video-Schiedsrichters annulliert. Statt Elfmeter entschied Referee Marco Fritz auf Schwalbe und zeigte dem 96-Verteidiger die Gelbe Karte. Die Niedersachsen waren engagiert, fanden gegen die massierte Eintracht-Defensive aber nur selten ein Durchkommen.

André Breitenreiter wechselte daher offensiv, der Hannover-Coach brachte Ihlas Bebou (67., für Bakalorz) und Jonathas (75., für Sorg). Den Gästen allerdings fehlte es an Durchschlagskraft, während die Eintracht zumindest vereinzelt Konter setzte. Die Vorentscheidung verpasste bei einem solchen Haller, der sich völlig freistehend Philipp Tschauner geschlagen geben musste (82.). Wenig später scheiterte zudem Wolf aus der Distanz am 96-Keeper (87.). Letztlich blieben diese Fehlschüsse aber ohne Bedeutung, ein Lucky Punch nämlich gelang Hannover nicht mehr.

Dank des Dreiers verbessert sich die Eintracht auf Rang drei hinter Bayern und Schalke. Im Abendspiel allerdings kann Dortmund mit einem Punktgewinn gegen Leipzig wieder vorbeiziehen. Hannover bleibt Zehnter, könnte im Laufe des Sonntags allerdings noch auf Platz elf zurückfallen, sollte Stuttgart gegen Köln gewinnen.