Dank Szalai-Doppelschlag: Hoffenheim schlägt Freiburg

Foto: Juergen Schwarz/Bongarts/Getty Images

Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang und einem Doppelpack von Stürmer Ádám Szalai hat die TSG 1899 Hoffenheim eine gelungene Heimpremiere gegen den SC Freiburg gefeiert. Getrübt wurde die Freude über den 3:1 (0:1)-Sieg durch den verletzungsbedingten Verlust von gleich drei Abwehrspielern.

TSG-Trainer Julian Nagelsmann nahm nach der 1:3-Auftaktniederlage beim FC Bayern München nur einen Wechsel vor. Für Vincenzo Grifo begann Steven Zuber. Freiburgs Co-Trainer Lars Voßler, der erneut den nach einem Bandscheibenvorfall ausfallenden Chefcoach Christian Streich auf der Trainerbank vertrat, tauschte nach der 0:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt ebenfalls einmal. Luca Waldschmidt blieb auf der Bank, dafür rückte Lucas Höler in die Startelf.

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Hoffenheim benötigte keinen langen Anlauf, um vor eigenem Publikum in Fahrt zu kommen. Nach einem Schussversuch von Szalai staubte Leonardo Bittencourt per Kopf ab – das vermeintliche Führungstor wurde allerdings nach der Videobeweis-Kontrolle wegen einer Abseitsstellung zurückgenommen (6.). Kurz darauf tauchte wieder Bittencourt frei vor SC-Keeper Alexander Schwolow auf, scheiterte aber am glänzend reagierenden Schlussmann (9.). Nach einer Viertelstunde kamen die Gäste besser in die Partie – und durch Pascal Stenzel zum ersten Abschlussversuch (13.).

TSG-Coach Nagelsmann musste frühzeitig Innenverteidiger Ermin Bičakčić ersetzen, der sich ohne Einwirkung des Gegners verletzte. Für ihn kam Kevin Akpoguma. Und der spielte beim Gegentreffer gleich eine unrühmliche Rolle. Eine Freistoßflanke von Jérôme Gondorf versuchte der 23-Jährige mit der Hacke zu klären, bugsierte den Ball aber vor die Füße von Freiburgs Dominique Heintz, der zum 1:0 einschoss (36.). Zu allem Überfluss musste bei der TSG noch vor der Pause der zweite Verteidiger verletzt raus. Für Kasim Adams Nuhu ging es nach einem Zusammenprall mit Gondorf nicht mehr weiter, Andrej Kramarić ersetzte ihn (44.). In der Nachspielzeit hatte Florian Niederlechner noch die Riesenchance, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte aber am herauseilenden TSG-Torwart Oliver Baumann (45.+2). Auf der anderen Seite kratzte Schwolow einen Kopfball von Szalai herausragend von der Linie (45.+5).

Szalai trifft doppelt – Freiburg im Pech

In der Halbzeit musste Nagelsmann mit dem erst eingewechselten Akpoguma den dritten Innenverteidiger austauschen, für den angeschlagenen Defensivakteur kam Håvard Nordtveit (46.). Davon unbeeindruckt legte die TSG im zweiten Durchgang gut los. Ein dicker Abwehrfehler der Breisgauer begünstigte den Ausgleich der Kraichgauer. Höler köpfte den Ball vor die Füße des frei stehenden Szalai, der zum 1:1 einschoss (50.). Und der Ungar legte wenig später seinen zweiten Treffer nach: Der von Florian Grillitsch stark freigespielte Nico Schulz bediente Szalai in der Mitte, der zum 2:1 einschob (63.)

Zunächst behielt Hoffenheim Oberwasser und kam durch Kramarić (69.) und Grillitsch (71.) zu weiteren Möglichkeiten. Kurz darauf hatten die Kraichgauer aber Glück, als sich Baumann verschätzte und einen hohen Ball nicht erwischte. Nils Petersen kam zum Kopfball, traf aber nur die Latte des leeren Tores (73.). Kurz vor Schluss prüfte Petersen Baumann noch einmal per Kopf, damit hatte der TSG-Torwart aber keine Probleme (88.). In der letzten Minute setzte Kramarić nach einem Konter den 3:1-Schlusspunkt, Keeper Schwolow war für einen Eckball nach vorne gelaufen (90.+4).