Dárdai bringt den Erfolg von der Bank

Foto: Alexander Scheuber/Bongarts/Getty Images

Hertha BSC besiegte den SV Darmstadt 98 in der zweiten Runde des DFB-Pokals auswärts mit 2:0 (0:0) und zog ins Achtelfinale ein. Trainer Pál Dárdai brachte den Erfolg im zweiten Durchgang von der Bank.

„Die Wechselspieler machen Druck, kommen rein und entscheiden das Spiel“, resümierte der Ungar die Partie. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Dárdai nach dem Seitenwechsel erst Vedad Ibišević, der nur Sekunden für seinen Führungstreffer brauchte, und später Maximilian Mittelstädt, der kurz vor Schluss mit dem 2:0 den Deckel drauf machte. Dass die Berliner lange brauchten, um den Abwehrriegel der „Lilien“ zu knacken, verwunderte Arne Maier nicht: „Wir wussten, dass Darmstadt eine unangenehme Mannschaft ist, die auf Konter lauert, auf lange Schläge setzt und dann auf die zweiten Bälle geht.“

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Die „Alte Dame“ ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und wartete stets geduldig auf ihre Möglichkeiten. „In der zweiten Halbzeit haben wir die Chancen gemacht, die wir vor der Pause noch haben liegen lassen. Jeder in der Mannschaft hat wieder für den anderen gefightet“, meinte Maier. Auch Ibišević hob die Geschlossenheit innerhalb der Berliner Mannschaft noch einmal hervor. „Es war ein schwieriges Spiel, ein echter Pokalfight, und wir brauchten einfach dieses eine Tor. Danach war vieles einfacher für uns. Wir sind eine Mannschaft, und wenn Spieler von der Bank benötigt werden, dann sind sie in dieser Saison da – das macht uns stark“, sagte der Bosnier.

Der Fokus liegt nun auf Leipzig

Dárdai freute sich über die Leistung, richtete den Blick aber bereits auf die kommende Aufgabe: „Jetzt gilt es für uns, schnell zu regenerieren. Es ist ein gutes Gefühl, dass die Mannschaft bei einem gut organisierten Gegner mit einem guten Trainer so ein Spiel macht.“ Die Hertha trifft am Samstag (18.30 Uhr) vor heimischem Publikum auf RB Leipzig. Dabei könnte der Hauptstadtklub, aktuell auf Platz sechs situiert, mit einem Sieg in der Tabelle nicht nur an den Sachsen vorbeiziehen, sondern auch auf einen Champions League-Rang klettern.